Deutsche Tageszeitung - Bundeswehr bleiben nur noch wenige Stunden für Evakuierungsflüge aus Kabul

Bundeswehr bleiben nur noch wenige Stunden für Evakuierungsflüge aus Kabul


Bundeswehr bleiben nur noch wenige Stunden für Evakuierungsflüge aus Kabul
Bundeswehr bleiben nur noch wenige Stunden für Evakuierungsflüge aus Kabul / Foto: ©

Angesichts von Warnungen vor Terroranschlägen und des Abzugs der US-Truppen bleiben der Bundeswehr nur noch wenige Stunden für ihre Evakuierungsflüge aus Kabul. Die für Rettungsaktionen in die afghanische Hauptstadt verlegten Bundeswehr-Hubschrauber wurden bereits in der vergangenen Nacht wieder zurück nach Taschkent geflogen, wie Generalinspekteur Eberhard Zorn am Donnerstag in Berlin sagte.

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Einer der wohl letzten Evakuierungsflieger der deutschen Truppen hob am Morgen mit 154 geretteten Menschen an Bord in Kabul ab. Zuvor war berichtet worden, dass die letzten vier Evakuierungsflüge der Bundeswehr bereits am Donnerstag stattfinden würden.

"Wir wissen, dass sich die Terrordrohungen massiv verschärft haben, dass sie deutlich konkreter geworden sind", sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Donnerstag. Das Außenministerium habe daher auch die Menschen informiert, dass sie nicht mehr auf eigene Faust zum Flughafen kommen sollten.

Eine ganze Reihe von europäischen Nationen hätten ihre Flaggen bereits eingeholt oder täten das derzeit, sagte die Ministerin. Die Niederlande kündigten ein Ende ihrer Rettungsflüge noch am Donnerstag an und Frankreich fliegt spätestens am Freitagfrüh zum letzten Mal schutzbedürftige Afghanen aus. Die französische Mission soll dann Freitagabend vollständig beendet sein.

Bislang wurden durch die Bundeswehr etwa 5200 Menschen ausgeflogen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind darunter 4200 Afghanen und 505 Deutsche.

Das Tempo bei den Evakuierungen hat sich zuletzt deutlich verlangsamt. Nach Angaben des Weißen Hauses vom Donnerstag wurden in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 13.400 Menschen aus Kabul ausgeflogen. In den vorangegangenen 24 Stunden waren es noch 19.000 Menschen gewesen. Seit dem 14. August haben die USA und ihre Verbündeten laut den Zahlen des Weißen Hauses 95.700 Menschen außer Landes gebracht.

(U.Beriyev--DTZ)

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