Deutsche Tageszeitung - Ermittler: "Konkrete Gefährdung" an Hagener Synagoge verhindert

Ermittler: "Konkrete Gefährdung" an Hagener Synagoge verhindert


Ermittler: "Konkrete Gefährdung" an Hagener Synagoge verhindert
Ermittler: "Konkrete Gefährdung" an Hagener Synagoge verhindert / Foto: ©

Durch den Polizeieinsatz an einer Synagoge in Hagen ist laut Ermittlern eine "konkrete Gefährdung" verhindert worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und die Polizei Dortmund am Donnerstag gemeinsam mitteilten, wird wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Ein 16-Jähriger aus Hagen wurde demnach am Morgen im Zusammenhang mit der Gefährdungslage festgenommen.

Textgröße ändern:

Die Wohnung des Jugendlichen wurde den Angaben zufolge durchsucht. Dabei seien drei weitere Menschen angetroffen worden. Inwieweit ein Tatverdacht bestehe, sei Gegenstand der aktuellen Ermittlungen, die bei der Zentralstelle Terrorismusverfolgung der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft geführt würden.

Weitere Durchsuchungen fänden in Objekten in Hagen statt. Die Ermittlungen dienten dazu, einen Tatverdacht zu erhärten oder auszuräumen. Die Polizei stehe in enger Absprache mit dem Sicherheitsbeauftragten der jüdischen Gemeinde in Nordrhein-Westfalen.

Am Mittwoch waren Hinweise auf eine mögliche Gefährdungslage in der jüdischen Einrichtung in Hagen eingegangen. Schwer bewaffnete Polizisten umstellten daraufhin die Synagoge. Eine Hundertschaft war im Einsatz, der Bereich um das Gebäude war weiträumig abgesperrt. Hinweise auf weitere Gefährdungen gab es nicht.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Palästinensergebiete: Frühere Diplomaten fordern Paris und London zum Handeln auf

Dutzende frühere französische und britische Diplomaten haben ihre Regierungen dazu aufgerufen, in den Palästinensergebieten das Völkerrecht zu verteidigen. Das Engagement Frankreichs und Großbritanniens sei angesichts der historischen Rolle der beiden Länder im Nahen Osten und ihres Status als ständige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat unverzichtbar, erklärten die 102 Unterzeichner eines am Samstag in der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlichten offenen Briefs.

Wadephul wirft Russland bei Ukraine-Besuch "wahllosen Mord an Zivilisten" vor

Wenige Stunden nach einem tödlichen russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Kiew besucht und Russland "wahllosen Mord an Zivilisten" vorgeworfen. Der Ukraine sagte er bei dem Besuch am Samstag weitere 50 Millionen Euro humanitäre Hilfe zu. Mit US-Außenminister Marco Rubio wolle er zudem über zusätzliche Luftverteidigung für die Ukraine beraten.

Nach BSW-Streit um Koalition: Thüringer CDU bestätigt Voigt als Parteichef

Unter dem Eindruck eines BSW-internen Streits um den Verbleib in der Thüringer Regierungskoalition hat die CDU ihren Ministerpräsidenten Mario Voigt als Landesparteichef bestätigt. Auf einem Parteitag in Eisenach erhielt Voigt am Samstag 84,1 Prozent der Stimmen, wie die CDU mitteilte. Voigt ist seit 2022 Landesvorsitzender der CDU Thüringen und seit 2024 Regierungschef einer Koalition mit SPD und BSW.

Wadephul kündigt bei Ukraine-Besuch weitere deutsche Hilfe und Gespräch mit Rubio an

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat der Ukraine bei einem Besuch in Kiew zusätzliche Unterstützung zugesagt. "Deutschland stellt jetzt zusätzliche 50 Millionen Euro für humanitäre Hilfe zur Verfügung", sagte Wadephul am Samstag bei einer Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Kollegen Andrij Sybiha in Kiew. Zugleich kündigte der Minister weitere Gespräche über zusätzliche Luftverteidigungssysteme für die Ukraine an. Anfang der Woche wolle er mit US-Außenminister Marco Rubio über diese Frage und die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges sprechen.

Textgröße ändern: