Deutsche Tageszeitung - Metallabsperrungen um das US-Kapitol vor Rechten-Demonstration errichtet

Metallabsperrungen um das US-Kapitol vor Rechten-Demonstration errichtet


Metallabsperrungen um das US-Kapitol vor Rechten-Demonstration errichtet
Metallabsperrungen um das US-Kapitol vor Rechten-Demonstration errichtet / Foto: ©

Vor einer Demonstration rechter Gruppen sind um das US-Kapitol in Washington wegen befürchteter Ausschreitungen erneut Barrieren errichtet worden. Die Metallabsperrungen um das Kongressgebäude in der US-Hauptstadt wurden vor der für Samstag geplanten Kundgebung aufgebaut, bei der für festgenommene Angreifer der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar demonstriert werden soll. Organisiert wird die Demonstration von einem früheren Wahlkampf-Mitarbeiter von Ex-Präsident Donald Trump.

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Radikale Trump-Anhänger hatten das Kapitol im Januar gestürmt, als dort der Wahlsieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November zertifiziert werden sollte. Fünf Menschen kamen bei den gewaltsamen Ausschreitungen an dem Tag ums Leben. Im Zuge der Ermittlungen wurden hunderte Angreifer festgenommen und angeklagt. Die Organisatoren der Demonstration vom Samstag sehen sie als "politische Gefangene" an und fordern "Gerechtigkeit" für sie.

Die Kundgebung hat Befürchtungen vor möglicher erneuter Gewalt geweckt. Die Kapitol-Polizei bat das Verteidigungsministerium, einen möglichen Einsatz der Nationalgarde vorzubereiten. Die Sicherheitskräfte waren vom Ausmaß der Gewalt am 6. Januar vollkommen überrascht worden und mussten sich in der Folge vorwerfen lassen, schlecht vorbereitet gewesen zu sein.

Nach der Kapitol-Erstürmung wurden rund um das Kongressgebäude Metallbarrieren errichtet, auch um die Amtseinführung von Präsident Biden am 20. Januar abzusichern. Die Absperrungen wurden erst im Sommer vollständig abgebaut.

Der Chef der Kapitol-Polizei, Tom Manger, hatte zu Wochenbeginn angekündigt, dass die Barrieren für die Demonstration am Samstag wieder aufgestellt würden. "Wenn alles gut läuft, werden sie sehr bald danach wieder abgebaut."

Trump hat seine Wahlniederlage gegen Biden bis heute nicht anerkennt. Der Rechtspopulist verbreitet nach wie vor die Falschbehauptung, er sei durch massiven Wahlbetrug um eine zweite Amtszeit gebracht worden. Laut einer neuen Umfrage im Auftrag des Nachrichtensenders CNN glauben 78 Prozent der Anhänger der Republikaner, dass Biden nicht rechtmäßig zum Präsidenten gewählt wurde.

(P.Tomczyk--DTZ)

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