Deutsche Tageszeitung - Griechischer Regierungschef: Schleusernetzwerke für Flüchtlinge "zerschlagen"

Griechischer Regierungschef: Schleusernetzwerke für Flüchtlinge "zerschlagen"


Griechischer Regierungschef: Schleusernetzwerke für Flüchtlinge "zerschlagen"
Griechischer Regierungschef: Schleusernetzwerke für Flüchtlinge "zerschlagen" / Foto: ©

Die harte Flüchtlingspolitik der griechischen Regierung hat sich nach Ansicht von Regierungschef Kyriakos Mitsotakis ausgezahlt: Die Behörden hätten die Schleusernetzwerke, die Menschen in die EU bringen, "im Wesentlichen zerschlagen", sagte Mitsotakis am Freitag beim Besuch eines neuen Flüchtlingslagers auf der Insel Samos. Die Zahl der ankommenden Migranten sei im Vergleich zu 2019 um 90 Prozent gesunken.

Textgröße ändern:

"Diese Regierung hat ihr Versprechen eingelöst, die Grenzen unseres Landes sicher und gerecht zu schützen", sagte Mitsotakis. Menschenrechtsorganisationen werfen den griechischen Grenzschützern jedoch rechtswidrige Zurückweisungen von Asylsuchenden vor, was die Regierung abstreitet. Seit dem Amtsantritt des konservativen Regierungschefs im Jahr 2019 wurden die Grenzpatrouillen verstärkt, die Asylverfahren beschleunigt und die Leistungen für Asylsuchende und anerkannte Flüchtlinge gekürzt.

Die Regierung hat zudem versprochen, auf den Inseln in der Ägäis, die die meisten aus der Türkei kommenden Flüchtlinge aufnehmen, stark gesicherte Lager zu bauen. Die EU-Kommission hat dafür 276 Millionen Euro zugesagt. Das neue Lager auf Samos wurde Mitte September eröffnet. Es kostete laut dem griechischen Migrationsministerium mehr als 40 Millionen Euro und soll 3000 Menschen aufnehmen können. Auf den Inseln Chios, Leros, Kos und Lesbos sind weitere Lager im Bau.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Insgesamt zwölf Tote bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine

Bei gegenseitigen nächtlichen Angriffen sind in Russland und der Ukraine mindestens zwölf Menschen getötet worden. Nach russischen Behördenangaben vom Sonntag wurden fünf Menschen in der Region Rostow getötet, zwei weitere Todesopfer gab es demnach in den Regionen Moskau und Belgorod. Die ukrainischen Behörden meldeten fünf Todesofer sowie Schäden an einem der größten Stahlwerke des Landes. Die ukrainische Armee griff derweil Moskau mit hunderten Drohnen an.

Hitzeschutz im Grundgesetz: Grüne bieten Koalition Unterstützung an

Nach dem Vorstoß der SPD-Kabinettsmitglieder für eine Verankerung des Hitzeschutzes im Grundgesetz haben die Grünen der Koalition ihre Unterstützung angeboten. "Wir unterstützen eine Initiative für eine Grundgesetzänderung, damit der Bund sich an der Finanzierung durch eine Gemeinschaftsaufgabe für Klimaanpassung und Naturschutz beteiligen kann", sagte die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Julia Verlinden, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Wir stehen für Gespräche zur konkreten Ausgestaltung selbstverständlich zur Verfügung."

Durchhalteparolen für IS-Mitglieder: Haftstrafe für deutsche Sympathisantin

Eine deutsche IS-Sympathisantin ist in Düsseldorf zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das Oberlandesgericht sah es in seinem Urteil vom Freitag als erwiesen an, dass Nadine D. eine Initiative zur Gefangenenhilfe für Mitglieder und Unterstützer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) betrieb. Es verhängte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten.

Je drei Tote in Russland und der Ukraine - massive Drohnenangriffe auf Moskau

In Russland und der Ukraine sind bei gegenseitigen Angriffen in der Nacht je drei Menschen getötet worden. Insgesamt wurden dutzende Menschen verletzt, wie am Sonntag aus Angaben der Behörden mehrerer ukrainischer Städte sowie des Gouverneurs der Region Moskau hervorging. Die ukrainische Armee griff Russlands Hauptstadt mit hunderten Drohnen an, mehr als 600 wurden nach Angaben der russischen Luftabwehr abgefangen.

Textgröße ändern: