Deutsche Tageszeitung - USA sehen Annäherung zwischen Washington und Brüssel in Sachen China

USA sehen Annäherung zwischen Washington und Brüssel in Sachen China


USA sehen Annäherung zwischen Washington und Brüssel in Sachen China
USA sehen Annäherung zwischen Washington und Brüssel in Sachen China / Foto: ©

Die USA sehen mehr und mehr Gemeinsamkeiten in der Art und Weise, wie die Regierung in Washington und die EU gegenüber China auftreten. Es gebe durchaus noch Potenzial für "Anpassungen", sagte der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, am Donnerstag bei einem Besuch in Brüssel. "Aber die Richtung geht hin zu mehr Konvergenz."

Textgröße ändern:

Sullivan lehnte die Vorstellung ab, dass die USA versuchten, die Europäer zu einer härteren Gangart gegenüber Peking zu bewegen. "Das spiegelt unseren Dialog nicht wider." Vielmehr gebe es auf beiden Seiten des Atlantiks ein starkes Bewusstsein für die "ernsten Herausforderungen", die China mit seinem Verhalten in den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Sicherheit mit sich bringe.

Biden hat den außenpolitischen Fokus seiner Regierung vor allem auf China ausgerichtet, das die USA als gefährlichsten Kontrahenten auf wirtschaftlicher und zunehmend auch auf militärischer Ebene ausgemacht haben. In Europa gehört allen voran Deutschland mit seinen engen wirtschaftlichen Verflechtungen mit der Volksrepublik zu den Verfechtern eines weniger harten Auftretens gegenüber Peking.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hingegen fordert vor allem eine stärkere militärische Unabhängigkeit Europas von den USA - eine Bestrebung die in Washington in der Vergangenheit ebenfalls argwöhnisch betrachtet wurde. Sicherheitsberater Sullivan sagte nun, dass eine solche Aussicht "grundsätzlich positiv" zu sehen sei.

"Aber um voranzukommen, müssen wir uns mit den praktischen und konkreten Aspekten befassen." Als Beispiel nannte er den Beitrag zu gemeinsamen Militäreinsätzen und erinnerte an die Verpflichtung der Nato-Mitgliedstaaten, zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Verteidigungsausgaben aufzuwenden.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Islamistische Taliban feiern fünften Jahrestag ihrer Machtübernahme in Afghanistan

Mit Paraden und Blumen haben die radikalislamischen Taliban den fünften Jahrestag ihrer erneuten Machtübernahme in Afghanistan gefeiert - während Kritiker den zunehmenden Verlust von Freiheiten und Rechten unter der Taliban-Herrschaft beklagen. Hunderte männliche Anhänger versammelten sich am Samstag auf einem Platz neben der ehemaligen US-Botschaft in Kabul und schwenkten die weißen Flaggen der Taliban-Regierung. Militärhubschrauber warfen Blumen über einer Parade männlicher Athleten ab - Frauen dürfen in Afghanistan unter den Taliban keinen Sport treiben.

Nach Anschlag am Bondi Beach: Australien kündigt Schusswaffen-Rückkauf an

Acht Monate nach dem antisemitischen Schusswaffenangriff am australischen Bondi Beach hat der Bundesstaat New South Wales ein erstes Rückkaufprogramm für Schusswaffen eingeleitet. Ab November sollen Waffenbesitzer ihre nach neuen Gesetzen verbotenen Pistolen und Gewehre gegen Geld bei den Behörden abgeben können, wie Australiens Regierungschef Anthony Albanese am Samstag ankündigte. Weitere australische Bundesstaaten sollen folgen.

Behörden: Elf Tote bei israelischen Angriffen im Südlibanon

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Behördenangaben mindestens elf Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien drei Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Es waren die folgenreichsten Angriffe seit der Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen dem Libanon und Israel im Juni. Die israelische Armee bezeichnete die Attacken als Reaktion auf Angriffe der Hisbollah auf israelische Soldaten im Südlibanon.

Bundeswehr unterstützt UN-Einsatz in Krisenstaat Haiti mit Lufttransport

Die Bundeswehr will den UN-Einsatz in der von Armut und Bandengewalt geplagten Karibik-Republik Haiti unterstützen. Die deutschen Streitkräfte würden "kurzfristig" Lufttransportkapazitäten bereitstellen, um bei der Verlegung von Ausrüstung und Material zu helfen, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Samstag in Berlin mit. Mit der Unterstützung zeige sich Deutschland als "zuverlässiger Partner von Friedenseinsätzen der Vereinten Nationen". Der Transporteinsatz solle "in den nächsten Wochen" erfolgen.

Textgröße ändern: