Deutsche Tageszeitung - Nato prüft Unterstützung von Kampf gegen Dschihadisten in der Sahel-Zone

Nato prüft Unterstützung von Kampf gegen Dschihadisten in der Sahel-Zone


Nato prüft Unterstützung von Kampf gegen Dschihadisten in der Sahel-Zone
Nato prüft Unterstützung von Kampf gegen Dschihadisten in der Sahel-Zone / Foto: ©

Die Nato prüft eine mögliche Unterstützung des multinationalen Truppeneinsatzes zum Kampf gegen Dschihadisten in der Sahel-Zone. Das geht aus einem Schreiben hervor, das UN-Generalsekretär António Guterres kürzlich an den UN-Sicherheitsrat richtete und von dem die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag Kenntnis erhielt. Guterres erklärte, er sei überzeugt davon, dass für die sogenannte G5-Sahel-Truppe ein Unterstützungsbüro der UNO geschaffen werden müsse. In dieser Truppe sind 5000 Soldaten aus Mali, Mauretanien, Niger, dem Tschad und Burkina Faso zusammengeschlossen.

Textgröße ändern:

Die USA als größter Geldgeber der UNO hatten einen solchen Plan bislang abgelehnt. Der Vize-Botschafter der USA bei der UNO, Jeffrey DeLaurentis, erklärte Mitte Juni, Washington wünsche eine klare Trennung zwischen dem Anti-Terror-Kampf und den Friedensbemühungen. So solle die Neutralität der UNO gewahrt werden. Schon seit Jahren zieht die US-Regierung direkte Hilfen für die Sahel-Staaten einem verstärkten UN-Engagement vor.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Islamistische Taliban feiern fünften Jahrestag ihrer Machtübernahme in Afghanistan

Mit Paraden und Blumen haben die radikalislamischen Taliban den fünften Jahrestag ihrer erneuten Machtübernahme in Afghanistan gefeiert - während Kritiker den zunehmenden Verlust von Freiheiten und Rechten unter der Taliban-Herrschaft beklagen. Hunderte männliche Anhänger versammelten sich am Samstag auf einem Platz neben der ehemaligen US-Botschaft in Kabul und schwenkten die weißen Flaggen der Taliban-Regierung. Militärhubschrauber warfen Blumen über einer Parade männlicher Athleten ab - Frauen dürfen in Afghanistan unter den Taliban keinen Sport treiben.

Nach Anschlag am Bondi Beach: Australien kündigt Schusswaffen-Rückkauf an

Acht Monate nach dem antisemitischen Schusswaffenangriff am australischen Bondi Beach hat der Bundesstaat New South Wales ein erstes Rückkaufprogramm für Schusswaffen eingeleitet. Ab November sollen Waffenbesitzer ihre nach neuen Gesetzen verbotenen Pistolen und Gewehre gegen Geld bei den Behörden abgeben können, wie Australiens Regierungschef Anthony Albanese am Samstag ankündigte. Weitere australische Bundesstaaten sollen folgen.

Behörden: Elf Tote bei israelischen Angriffen im Südlibanon

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Behördenangaben mindestens elf Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien drei Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Es waren die folgenreichsten Angriffe seit der Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen dem Libanon und Israel im Juni. Die israelische Armee bezeichnete die Attacken als Reaktion auf Angriffe der Hisbollah auf israelische Soldaten im Südlibanon.

Bundeswehr unterstützt UN-Einsatz in Krisenstaat Haiti mit Lufttransport

Die Bundeswehr will den UN-Einsatz in der von Armut und Bandengewalt geplagten Karibik-Republik Haiti unterstützen. Die deutschen Streitkräfte würden "kurzfristig" Lufttransportkapazitäten bereitstellen, um bei der Verlegung von Ausrüstung und Material zu helfen, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Samstag in Berlin mit. Mit der Unterstützung zeige sich Deutschland als "zuverlässiger Partner von Friedenseinsätzen der Vereinten Nationen". Der Transporteinsatz solle "in den nächsten Wochen" erfolgen.

Textgröße ändern: