Deutsche Tageszeitung - UNO: Blauhelmsoldaten in Zentralafrika von Präsidentengarde beschossen

UNO: Blauhelmsoldaten in Zentralafrika von Präsidentengarde beschossen


UNO: Blauhelmsoldaten in Zentralafrika von Präsidentengarde beschossen
UNO: Blauhelmsoldaten in Zentralafrika von Präsidentengarde beschossen / Foto: ©

In der Zentralafrikanischen Republik sind nach UN-Angaben mehrere Blauhelmsoldaten durch Schüsse der Präsidentengarde verletzt worden. Die zehn ägyptischen Soldaten seien in der Hauptstadt Bangui in einem klar als UN-Fahrzeug gekennzeichneten Bus unterwegs gewesen, als sie "ohne Vorwarnung" beschossen worden seien, teilte die UNO am Dienstag mit. Zwei Blauhelme der UN-Mission Minusca seien bei dem Vorfall am Montag schwer verletzt worden.

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Die UNO sprach von einem "vorsätzlichen und unerhörten Angriff". Die Blauhelme seien nicht bewaffnet gewesen. Die zentralafrikanischen Behörden äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Als der UN-Bus sich vom Präsidentensitz entfernt hatte, erfasste er nach UN-Angaben eine Passantin. Die Frau kam bei dem Unfall ums Leben.

Die Zentralafrikanische Republik ist nach UN-Angaben eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. In Folge eines Putsches im Jahr 2013 war dort ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Der Konflikt dauert bis heute an, hat sich in den vergangenen drei Jahren aber abgeschwächt. Allerdings hat die Regierung noch immer weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle.

Die UN-Mission Minusca umfasst knapp 12.000 Soldaten und ist mit einem Jahresbudget von mehr als einer Milliarde Dollar einer der teuersten UN-Einsätze. UN-Generalsekretär António Guterres hatte bereits Mitte Oktober gegen UN-Blauhelme gerichtete "feindselige Zwischenfälle" in der Zentralafrikanischen Republik beklagt.

(M.Dylatov--DTZ)

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