Deutsche Tageszeitung - Umfrage: Bundesbürger trauen "Ampel" bei Natur- und Klimaschutz wenig zu

Umfrage: Bundesbürger trauen "Ampel" bei Natur- und Klimaschutz wenig zu


Umfrage: Bundesbürger trauen "Ampel" bei Natur- und Klimaschutz wenig zu
Umfrage: Bundesbürger trauen "Ampel" bei Natur- und Klimaschutz wenig zu / Foto: ©

Unter den Bundesbürgern herrscht wenig Zuversicht, dass die künftige Bundesregierung im Kampf gegen Klimawandel und Naturzerstörung Erfolg haben wird. Einer repräsentativen Umfrage des Civey-Instituts im Auftrag des Naturschutzbundes (Nabu) zufolge herrscht diesbezüglich wenig Zuversicht. Auf die Frage "Haben Sie den Eindruck, dass die künftige Bundesregierung die richtigen Maßnahmen für die Bekämpfung der Klimakrise ergreifen wird?", antworteten 51,3 Prozent der Befragten mit Nein, wie die AFP vorliegende Umfrage ergab.

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Weniger als ein Drittel der Befragten (29,6 Prozent) antwortete demnach mit Ja. Beim Thema Schutz der Natur war die Skepsis der Umfrage zufolge noch größer: Hier verneinten 62,9 Prozent der Befragten die Frage danach, ob die künftige Bundesregierung die Zerstörung der Natur stoppen werde. Nur jeder Fünfte (20,6 Prozent) ging davon aus, dass die künftige Regierung der Zerstörung der Natur Einhalt gebieten werde.

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey befragte im Auftrag des Nabu vom 22. bis 25. Oktober online rund 5000 Menschen zu ihren Erwartungshaltungen an die erwartete Ampel-Koalition beim Klimaschutz und dem Stopp der Naturzerstörung.

"Die Ergebnisse der Umfrage sind ziemlich ernüchternd", sagte Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger. "Bei Klima- und Naturschutz genießen die Koalitionäre von SPD, Grünen und FDP bisher nur wenig Vertrauen." Der Schutz der Natur und die Einhaltung des 1,5-Grad-Limits bei der Erderwärmung seien aber "die beiden größten Herausforderungen unserer Zeit und längst keine Randthemen mehr".

Krüger verwies auf die "zunehmende Frequenz von Naturkatastrophen wie Waldbränden, Überschwemmungen und Dürren". Dies zeige mehr als deutlich: "Wird jetzt nicht schnell gehandelt, dann werden sich unsere Lebensbedingungen und die der künftigen Generationen radikal verschlechtern." In den Wahlprogrammen sei neben einer ambitionierten Klimapolitik das Ziel formuliert worden, der Biodiversitätskrise zu begegnen, sagte der Nabu-Präsident weiter. "Dass dazu so gut wie nichts im Sondierungspapier stand, ist erschreckend", fügte er hinzu.

(I.Beryonev--DTZ)

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