Deutsche Tageszeitung - Irans Präsident warnt Westen vor "überzogenen Forderungen" bei Atomgesprächen

Irans Präsident warnt Westen vor "überzogenen Forderungen" bei Atomgesprächen


Irans Präsident warnt Westen vor "überzogenen Forderungen" bei Atomgesprächen
Irans Präsident warnt Westen vor "überzogenen Forderungen" bei Atomgesprächen / Foto: ©

Irans Präsident Ebrahim Raisi hat die westlichen Regierungen vor "überzogenen Forderungen" bei der Wiederaufnahme der Atomgespräche gewarnt. "Wir werden den Verhandlungstisch nicht verlassen, aber wir werden uns auch jeglichen überzogenen Forderungen widersetzen, die letztlich den Interessen des iranischen Volkes schaden", sagte Raisi am Donnerstag bei einer Zeremonie in Semnam am 42. Jahrestag der Stürmung der US-Botschaft in Teheran durch iranische Studenten.

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Er kündigte an, "nicht zurückzuweichen, wenn es um die Interessen des iranischen Volkes geht". Der Iran werde aber seine "Bemühungen fortsetzen, die drückenden Sanktionen auszugleichen und Maßnahmen ergreifen, damit sie aufgehoben werden".

Die Atomverhandlungen sollen nach fünfmonatiger Unterbrechung am 29. November in Wien wieder aufgenommen werden. Dabei werden sich Diplomaten aus Deutschland, Frankreich, China, Russland und Großbritannien mit iranischen Vertretern treffen. Ziel ist es, die USA wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Die EU fungiert in dem Konflikt als Vermittler zwischen dem Iran und den USA. Teheran weigert sich bislang, direkt mit US-Vertretern zu verhandeln.

Das internationale Atomabkommen von 2015 soll den Iran am Bau einer Atombombe hindern. Beteiligt sind auch Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China. Die USA waren 2018 unter ihrem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem Atomabkommen ausgestiegen. Danach ließ Trump massive Sanktionen gegen das Land in Kraft setzen. Als Reaktion zog sich die iranische Regierung schrittweise aus vielen Bestimmungen des Abkommens zurück.

Die EU hatte monatelang versucht, die seit Juni unterbrochenen Gespräche in Wien wiederzubeleben. Die Gespräche liegen seit der Wahl des ultrakonservativen Geistlichen Raisi zum neuen iranischen Präsidenten auf Eis.

(A.Nikiforov--DTZ)

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