Deutsche Tageszeitung - Göring-Eckardt für 2G im öffentlichen Leben und mehr Tests am Arbeitsplatz

Göring-Eckardt für 2G im öffentlichen Leben und mehr Tests am Arbeitsplatz


Göring-Eckardt für 2G im öffentlichen Leben und mehr Tests am Arbeitsplatz
Göring-Eckardt für 2G im öffentlichen Leben und mehr Tests am Arbeitsplatz / Foto: ©

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt spricht sich angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen für weitergehende Corona-Eindämmungsmaßnahmen aus. "Wir brauchen in den Ländern klare, verbindliche Regelungen für 2G im öffentlichen Leben", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). "Wir wollen mit den Änderungen am Infektionsschutzgesetz dafür die Grundlage schaffen. Diese Regelungen müssen dann aber auch durchgesetzt und kontrolliert werden."

Textgröße ändern:

Die Ampel-Parteien arbeiten derzeit an einer Nachfolgeregelung für die sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite, die Ende November ausläuft und derzeit Rechtsgrundlage vieler Corona-Eindämmungsmaßnahmen ist. Die Neuregelung soll kommende Woche erstmals im Bundestag diskutiert werden.

"Bund und Länder brauchen eine rechtssichere Grundlage, beschlossen aus der Mitte des Bundestages, um die notwendigen Maßnahmen ergreifen zu können", erläuterte Göring-Eckardt das Vorgehen. "Die sich rasant verschärfende Corona-Situation ist dramatisch, wir müssen dringend handeln", betonte sie.

Für Pflegeheime regte Göring-Eckardt eine Impfung als Zugangsvoraussetzung an. "Bewohnerinnen und Bewohner, Pflegekräfte und Besucherinnen und Besucher müssen regelmäßig getestet werden, auch die, die geimpft oder genesen sind", sagte sie. "Und wo das nicht reicht, sollten wir über die Notwendigkeit eines Impfnachweises diskutieren."

Nötig sei auch ein konsequenter Schutz am Arbeitsplatz. "Tests müssen angeboten, aber auch angenommen werden." Als "Fehler" bezeichnete Göring-Eckardt die Entscheidung mehrerer Bundesländer, die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler aufzuheben. Außerdem plädierte die Grünen-Fraktionsvorsitzende dafür, die seit rund einem Monat kostenpflichtigen Corona-Schnelltests durch geschultes Personal wieder kostenfrei anzubieten.

Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" planen SPD, Grüne und FDP bereits einige der von Göring-Eckardt geforderten Maßnahmen in die Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes aufzunehmen. Dazu gehöre eine tägliche Testpflicht für sämtliche Mitarbeiter und Besucher in Pflegeheimen, berichtete das Blatt unter Berufung auf "Verhandlerkreise".

Außerdem solle die Corona-Prämie für Kliniken wieder reaktiviert werden: Krankenhäuser bekämen dann erneut eine staatliche Entschädigungszahlung, wenn sie einen Teil ihrer Intensivbetten für mögliche Corona-Patienten frei halten.

Um die Corona-Auffrischungsimpfungen bei Senioren zu beschleunigen, sollen Ärzte und Ärztinnen dem Bericht zufolge verpflichtet werden, ihre älteren Patienten anzuschreiben und über die dritte Impfung zu informieren. Auf einen Lockdown für Ungeimpfte oder eine bundesweite 2G-Regel solle jedoch verzichtet werden.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Großbritannien: Fünf Festnahmen wegen Verdachts auf Vorbereitung einer "Terrortat"

Nach einem ernsten Vorfall in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes im Südwesten Englands hat die Polizei fünf Männer wegen des Verdachts der Vorbereitung einer "Terrortat" festgenommen. Die Anti-Terror-Polizei leite die Ermittlungen zu dem Vorfall an der Royal Air Force-Basis Fairford, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zuvor hatte sie angegeben, mehrere Männer seien wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen worden.

JU-Chef Winkel will Migranten weniger Sozialleistungen zahlen

Der Vorsitzende der Jungen Union und neue Vizechef der Unionsfraktion, Johannes Winkel (CDU), will Migranten weniger Sozialleistungen zahlen. Winkel forderte im "Ronzheimer"-Podcast von Paul Ronzheimer, den Sozialstaat massiv zu reformieren. Dabei solle bei der Höhe der Sozialleistungen entscheidend sein, ob jemand bereits ins System eingezahlt habe oder nicht. Besonders betroffen wären demnach Migranten.

Erste Begegnung seit Kriegsbeginn: Wadephul trifft russischen Außenminister Lawrow

Erstmals seit dem Beginn des Ukraine-Krieges vor viereinhalb Jahren haben sich die Außenminister aus Deutschland und Russland getroffen - eine Annäherung gab es aber nicht. Bei seinem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in New York seien die "fundamentalen Unterschiede" bei der Beurteilung des Krieges deutlich geworden, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) der ARD. Bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine wurden am Wochenende mehr als 20 Menschen getötet.

Brantner und Banaszak kandidieren erneut als Grünen-Vorsitzende

Die Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak streben eine zweite Amtszeit an. Beide wollen sich beim Parteitag Anfang Dezember erneut zur Wahl stellen, wie sie am Sonntag mitteilten. "Ich kandidiere erneut als euer Bundesvorsitzender, um mit euch allen unsere Partei für die nächste Bundestagswahl aufzustellen", schrieb Banaszak in einer Mail an seiner Unterstützer. Sie bewerbe sich "gemeinsam mit Felix erneut um den Co-Vorsitz unserer Partei", teilte Brantner auf Instagram mit.

Textgröße ändern: