Deutsche Tageszeitung - Grüne in Hessen wählen neue Parteispitze

Grüne in Hessen wählen neue Parteispitze


Grüne in Hessen wählen neue Parteispitze
Grüne in Hessen wählen neue Parteispitze / Foto: ©

Die Grünen in Hessen haben ein neues Führungsduo gewählt. Auf einem Landesparteitag in Frankfurt am Main wurde am Samstag die amtierende Landesvorsitzende Sigrid Erfurth im Amt bestätigt. Als weiterer Landesvorsitzender wurde von den Delegierten Sebastian Schaub bestimmt, der sich im dritten Wahlgang gegen den bisherigen Ko-Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Philip Krämer mit 226 zu 200 Stimmen durchsetzte.

Textgröße ändern:

Die Grünen sind seit 2013 Koalitionspartner der CDU in Hessen. Die Regierung wurde nach der Landtagswahl von 2018 fortgesetzt. Die 65-jährige Erfurth war Landtagsabgeordnete für die Grünen in Hessen und unter anderem fachpolitische Sprecherin für Finanzpolitik, Datenschutz und Kommunales. Zur Landtagswahl 2018 trat sie nicht mehr an. Schaub war bislang Fraktionssprecher der Grünen im Limburger Stadtparlament.

Schaub kündigte nach seiner Wahl an, er wolle grüne Politik, "weiter lokal verankern und in die Fläche tragen". Erfurth erklärte, ein Schwerpunkt der nächsten zwei Jahre werde auf dem ländlichen Raum liegen. "Wir wollen insbesondere die Kreis- und Ortsverbände weiter stärken und sie in die Lage versetzten, unsere zahlreichen Neumitglieder gut einzubinden", teilte sie mit. Gemeinsames Ziel ist es nach Angaben des neuen Führungsduos nun, die Partei in eine erfolgreiche Landtagswahl 2023 zu führen.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Spanien entsendet Soldaten in Exklave Ceuta - Italien fordert Madrids Schengen-Ausschluss

Nach der Ankunft von mehr als 1500 Migranten binnen weniger Tage in Ceuta hat Spaniens Regierung die Entsendung von Soldaten in die spanische Exklave in Nordafrika angekündigt. Die Armee werde die Guardia Civil "beim Ausüben ihrer Befugnisse" in dem an Marokko grenzenden Gebiet unterstützen, erklärte Spaniens Innenministerium, Innenminister Fernando Grande-Marlaska wollte sich am Freitag vor Ort ein Bild von der Lage machen. Italien forderte angesichts der Entwicklungen den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum.

CDU-Generalsekretärin: Wahlen im Herbst bergen keine Gefahr für Merz' Kanzlerschaft

Die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann sieht keine Gefahr für die Kanzlerschaft von Friedrich Merz im Fall eines schlechten Abschneidens der CDU bei den Landtagswahlen im Herbst. Auf die Frage, ob sich Merz als Parteichef und Kanzler in einem solchen Fall halten könne, entgegnete Hoppermann im Interview mit den Funke-Zeitungen vom Freitag: "Das steht überhaupt nicht zur Debatte. Das sind auch völlig unterschiedlich gelagerte Wahlen." Merz sei in der Regierungsverantwortung für Gesamtdeutschland. "Daran ändert sich durch die Landtagswahlen nichts", sagte Hoppermann.

Jesidische Nobelpreisträgerin Murad: Gerechtigkeit kommt "zu langsam"

Zwölf Jahre nach dem Völkermord an den Jesiden im Irak hat die Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad auf "zu langsame Fortschritte" auf dem Weg zur Gerechtigkeit für die Volksgruppe hingewiesen. "Für viele Familien ist es eine wahre Qual, da sie Tag für Tag in Zelten warten, während viele andere weiterhin in Gefangenschaft sind", sagte die 33-Jährige bei einer Pressekonferenz am UN-Sitz in Genf.

Kretschmer droht mit Stopp von Renten- und Pflegereform im Bundesrat

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat mit einem Stopp der von der Bundesregierung geplanten Renten- und Pflegereform im Bundesrat gedroht. "Ohne Veränderungen werden wir bei der Renten- und der Pflegereform im Bundesrat nicht zustimmen können", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Freitag. "Und wenn andere Länder auch nicht zustimmen, dann gibt es diese Renten- und Pflegereform nicht."

Textgröße ändern: