Deutsche Tageszeitung - Fidschi-Inseln entsenden 50 Sicherheitskräfte auf die Salomonen

Fidschi-Inseln entsenden 50 Sicherheitskräfte auf die Salomonen


Fidschi-Inseln entsenden 50 Sicherheitskräfte auf die Salomonen
Fidschi-Inseln entsenden 50 Sicherheitskräfte auf die Salomonen / Foto: ©

Nach tagelangen Ausschreitungen mit mindestens drei Toten auf den Salomonen wollen die Fidschi-Inseln 50 Sicherheitskräfte in den Pazifikstaat entsenden. Die Beamten sollen "zur Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit beizutragen", schrieb Regierungschef Frank Bainimarama am Montag bei Twitter. Zuvor hatten bereits Australien und Papua-Neuguinea insgesamt rund 150 Sicherheitskräfte entsandt.

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Was am Mittwoch auf den Salomonen als kleiner Protest begonnen hatte, entwickelte sich zu gewaltsamen Ausschreitungen und Plünderungen. Wütende Mobs zogen durch die Straßen der ansonsten eher verschlafenen Küstenstadt Honiara und forderten den Rücktritt von Premierminister Manasseh Sogavare. Mindestens drei Menschen starben. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben mehr als hundert Menschen im Zusammenhang mit den Unruhen fest.

Die Gewalt richtete sich auch gegen die chinesische Minderheit in Honiara, wo mehrere Häuser in deren Viertel angezündet wurden. Peking hatte deshalb wiederholt protestiert. Als eine Ursache der Proteste wurde die seit langem andauernde Rivalität zwischen der bevölkerungsreichsten Insel Malaita und der Zentralregierung auf der Insel Guadalcanal genannt. Am Samstag forderte die Opposition ein Misstrauensvotum gegen Sogavare.

Die rund 800.000 Einwohner zählende Inselgruppe, die 2000 Kilometer nordöstlich von Australien im Pazifik liegt, war Anfang der 2000er Jahre in Gewalt zwischen verschiedenen Volksgruppen versunken. Bereits zwischen 2003 und 2017 war auf den Salomonen eine von Australien geführte Friedenstruppe stationiert.

(I.Beryonev--DTZ)

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