Deutsche Tageszeitung - Papst akzeptiert Rücktrittsgesuch des Pariser Erzbischofs Aupetit

Papst akzeptiert Rücktrittsgesuch des Pariser Erzbischofs Aupetit


Papst akzeptiert Rücktrittsgesuch des Pariser Erzbischofs Aupetit
Papst akzeptiert Rücktrittsgesuch des Pariser Erzbischofs Aupetit / Foto: ©

Papst Franziskus hat das Rücktrittsgesuch des Pariser Erzbischofs Michel Aupetit angenommen. Das teilten der Vatikan und die Bischofskonferenz in Frankreich am Donnerstag mit. Aupetit hatte in der vergangenen Woche sein Rücktrittsgesuch mit seinem "nicht eindeutigen Verhalten" einer Frau gegenüber begründet.

Textgröße ändern:

Der ehemalige Erzbischof von Marseille Georges Pontier wurde nach Angaben der Bischofskonferenz als Apostolischer Administrator eingesetzt. Die Zeitschrift "Le Point" hatte kürzlich über eine angebliche Affäre des Erzbischofs mit einer Frau berichtet.

Aupetit hatte nach Angaben der Zeitschrift bestätigt, dass sein Verhalten den Eindruck habe erwecken können, es habe eine intime Beziehung gegeben. Er bestritt aber, dass es sich tatsächlich um eine solche Beziehung gehandelt habe.

Nach dem Bericht der Zeitschrift ging es um eine "Beziehung zwischen Erwachsenen im beiderseitigen Einverständnis" - also nicht um einen Verstoß gegen das Strafrecht, sondern lediglich gegen das kirchenrechtliche Gebot des Zölibats.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Tödlicher Angriff auf Waffenmesse nahe Kiew: Veranstalter in Untersuchungshaft

Ein ukrainisches Gericht hat am Montag Untersuchungshaft für den Veranstalter einer Waffenmesse angeordnet, die von Russland angegriffen worden war. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Leiter eines Waffenindustrieverbands, Wassyl Hontscharuk, fahrlässige Tötung vor. Bis zum Beginn des Prozesses kann er auch nicht gegen Kaution auf freien Fuß kommen. Bei dem Angriff vom Freitag nahe Kiew waren mindestens elf Menschen getötet worden, fast hundert wurden verletzt.

Bei CSD-Anschlag in Berlin getötete Frau war 65-jährige Mutter aus Polen

Die bei dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag beim Berliner Christopher Street Day (CSD) getötete Frau stammt aus Polen. Das bestätigte ein Sprecher der Berliner Senatskanzlei am Montag. Die polnische Staatsbürgerin war den Angaben zufolge 65 Jahre alt und hielt sich gemeinsam mit ihrer Tochter in der Hauptstadt auf.

Nach Ende der Proteste: Indische Kakerlaken-Bewegung fordert Freilassung von Demonstranten

Nach dem Ende der Proteste der sogenannten Kakerlaken-Bewegung (CJP) gegen Missstände im indischen Bildungssystem hat die Gruppe die Freilassung festgenommener Demonstranten gefordert. Sollten die Festgenommenen nicht freigelassen oder die Strafverfahren nicht eingestellt werden, würde dies "einen Vertrauensbruch gegenüber der Öffentlichkeit" darstellen, erklärte die CJP am Montag. Die Protestgruppe betonte, sie würde "weitere notwendige Schritte" unternehmen, sollte ihre Forderung nicht erfüllt werden.

Iran-Krieg: Dritte Nacht in Folge ohne Angriffe - Teheran dementiert Gespräche

Im Iran-Krieg hat es drei Nächte in Folge keine Angriffe der USA und des Iran gegeben - neue Verhandlungen zwischen den Kriegsgegnern laufen aber offenbar nicht. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wies am Montag Angaben von US-Präsident Donald Trump zurück, wonach beide Seiten derzeit Gespräche führen. Der US-Botschafter bei der UNO, Mike Waltz, hatte am Sonntag erklärt, Trump wolle durch den vorläufigen Verzicht auf Angriffe "Raum für Verhandlungen" lassen.

Textgröße ändern: