Deutsche Tageszeitung - Sprecherin von US-Vizepräsidentin Harris tritt zurück

Sprecherin von US-Vizepräsidentin Harris tritt zurück


Sprecherin von US-Vizepräsidentin Harris tritt zurück
Sprecherin von US-Vizepräsidentin Harris tritt zurück / Foto: ©

Die Sprecherin von US-Vizepräsidentin Kamala Harris, Symone Sanders, tritt zum Ende des Jahres zurück. Das Weiße Haus bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte. "Es ist ganz natürlich, dass sie nach ein paar Jahren bereit ist, etwas Neues zu machen", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. "Die Arbeit im ersten Jahr einer Amtszeit im Weißen Haus ist aufregend und bereichernd, aber auch anstrengend und ermüdend."

Textgröße ändern:

Solche Abgänge "sind auch eine Gelegenheit, (...) neue Gesichter, neue Stimmen und neue Perspektiven einzubringen", sagte Psaki weiter. Medienberichte über einen weiteren Rücktritt im engsten Kreis der Vizepräsidentin, nämlich der Kommunikationschefin Ashley Etienne, wollte sie hingegen nicht kommentieren.

"Ich liebe Symone", sagte Harris, als sie nach dem Rücktritt gefragt wurde. "Ich bin gespannt, was sie als nächstes tun wird."

Für die Vizepräsidentin lief es politisch zuletzt nicht rund. Ihr wird nachgesagt, Schwierigkeiten zu haben, ihren Platz im Weißen Haus zu finden. Mehreren US-Medien zufolge hat ihr Team zudem mit internen Spannungen zu kämpfen. Auch die Beziehungen zu den Mitarbeitern von Präsident Joe Biden gelten als angespannt.

In Washington haben politische Kommentatoren bereits damit begonnen, offen über die politische Zukunft der ersten Frau im zweithöchsten Staatsamt der USA zu spekulieren.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Berliner Linke trifft sich mit Grünen und SPD zu Gespräch vor möglichen Sondierungen

Elf Tage nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin treffen sich Linke, Grüne und SPD am Donnerstag (11.00 Uhr) zu einem ersten Gespräch vor möglichen Sondierungen. Bei dem Treffen auf Einladung der Linken soll geklärt werden, ob die Voraussetzungen für Sondierungsgespräche gegeben sind. Die Linke gewann die Wahl am 20. September deutlich. Spitzenkandidatin Elif Eralp kündigte anschließend an, eine Regierung mit Grünen und SPD anzustreben.

Bundesgericht prüft Herstellung von Impfstoff gegen Coronavirus durch Arzt

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt am Donnerstag (11.30 Uhr) darüber, ob ein Arzt selbst einen Impfstoff gegen das Coronavirus für seine Patienten herstellen darf. Der Mediziner aus Baden-Württemberg meldete dem Karlsruher Regierungspräsidium im Sommer 2021, dass er einen solchen Impfstoff anfertige. Die Behörde verbot ihm das. (Az. 3 C 11.24)

EU-Innenminister beraten über Abschiebungen

Die EU-Innenminister treffen sich am Donnerstag in Luxemburg, um über weitere Möglichkeiten zur Förderung von Abschiebungen zu diskutieren. Laut Tagesordnung sollen die Minister darüber beraten, wie die Abschiebung von Menschen ohne Aufenthaltsrecht durch eine "verstärkte Zusammenarbeit" mit "prioritären" Drittstaaten verbessert werden kann. Gleichzeitig prüfen Deutschland und vier weitere Länder Optionen zur Einrichtung von Abschiebezentren außerhalb der EU.

Wadephul trifft europäische Außenminister in Montenegro und reist nach Italien

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) berät am Donnerstag in Montenegro mit weiteren europäischen Außenministern über die Annäherung der Westbalkanstaaten an die Europäische Union. Das Treffen in der Hauptstadt Podgorica findet im Rahmen des sogenannten Berlin-Prozesses statt, den Deutschland 2014 initiiert hatte. Zum Westbalkan gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, das Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Alle sechs Staaten bewerben sich seit vielen Jahren um eine Mitgliedschaft in der EU.

Textgröße ändern: