Deutsche Tageszeitung - Nehammer: Lockdown in Österreich endet wie angekündigt am Wochenende

Nehammer: Lockdown in Österreich endet wie angekündigt am Wochenende


Nehammer: Lockdown in Österreich endet wie angekündigt am Wochenende
Nehammer: Lockdown in Österreich endet wie angekündigt am Wochenende / Foto: ©

Österreichs neuer Bundeskanzler Karl Nehammer hat zugesagt, dass der Corona-Lockdown in der Alpenrepublik wie angekündigt am kommenden Wochenende endet. Es stelle sich nicht mehr die Frage, "ob wir den Lockdown beenden", sagte Nehammer am Dienstag in Wien. Vielmehr sei zu klären, "wie, mit welchen Schutzmaßnahmen" das Ende des Lockdowns am Wochenende flankiert werde. Wichtig sei außerdem: "Der Lockdown für Ungeimpfte bleibt."

Textgröße ändern:

Nehammer sagte weiter, mittlerweile gebe es bei den Corona-Infektionszahlen "eine positive Tendenz". Nun komme es darauf an, "aus einer Tendenz einen Trend zu machen". Waren Mitte November noch bis zu etwa 16.000 Infektionen pro Tag nachgewiesen worden, waren es am Dienstag gut 4200 Neuansteckungen. Die Belegung der Intensivstationen in Österreich mit Covid-19-Patienten stieg aber weiter auf einen neuen Jahreshöchststand.

Wegen dramatisch gestiegener Corona-Infektionszahlen war in Österreich am 22. November ein Teil-Lockdown in Kraft getreten. Handel, Gastronomie und Kultur mussten grundsätzlich schließen, nur Anbieter von Waren des täglichen Bedarfs wie Supermärkte oder Apotheken dürfen geöffnet bleiben. Die Menschen - auch Geimpfte - dürfen ihre Wohnung nur noch aus dringenden Gründen wie für Arztbesuche, Arbeit und das Einkaufen von Lebensmitteln verlassen. Schulen und Kitas blieben jedoch geöffnet.

Vorab war der Lockdown auf 20 Tage begrenzt worden. Damals war allerdings noch Nehammers Parteikollege Alexander Schallenberg Regierungschef in Österreich. Dieser kündigte zudem an, dass ab Februar alle in Österreich gegen das Coronavirus geimpft sein müssen. In der Gesetzesvorlage zu der allgemeinen Impfpflicht heißt es Berichten zufolge, Verstöße würden mit einem Bußgeld von 600 Euro geahndet, das alle drei Monate aufs Neue verhängt werden könne. Die geplante Impfpflicht hat heftige Debatten und Massenproteste in Österreich ausgelöst.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Debatte über Gefahr durch Islamismus nach Gewalttat beim Berliner CSD

Nach dem mutmaßlichen Anschlag beim Berliner Christopher Street Day haben Politiker vor einem zu nachlässigen Umgang mit der Gefahr durch gewaltbereite Islamisten gewarnt. Der Vorsitzende der Unions-Nachwuchsorganisation Junge Union, Johannes Winkel, sprach am Sonntag von einer "Kriegserklärung" radikaler Islamisten gegen die offene Gesellschaft. "Der Westen und der Islamismus: Eine Ideologie erklärt unserer Gesellschaft den Krieg", schrieb Winkel im Onlinenetzwerk X.

Bericht: Fast jeder zweite Rentner muss Steuern nachzahlen

Fast jeder zweite Rentner in Deutschland muss nach der Steuererklärung Geld an das Finanzamt überweisen. Einer Auswertung des Steuererklärungsanbieters smartsteuer zufolge, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben) vorlag, mussten rund 41 Prozent der ausgewerteten Rentner Steuern nachzahlen. Im Durchschnitt waren 1326 Euro fällig. In der Hälfte aller Fälle lag die Nachzahlung allerdings bei höchstens 499 Euro.

Vergewaltigungsvorwürfe: US-Demokraten nominieren neuen Kandidaten für Senatssitz

Die Demokratische Partei im US-Bundesstaat Maine hat einen neuen Senatskandidaten bestimmt, nachdem sich der ursprüngliche Kandidat Graham Platner nach Vergewaltigungsvorwürfen aus dem Rennen zurückgezogen hatte. Die Delegierten auf einem Nominierungsparteitag stimmten am Samstag (Ortszeit) für den früheren Präsidenten des Senats von Maine, Troy Jackson. Er soll nun gegen die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins antreten.

Bolsonaro-Sohn Flávio zum Präsidentschaftskandidaten in Brasilien gekürt

Der Sohn von Brasiliens ultrarechtem Ex-Staatschef Jair Bolsonaro, Flávio Bolsonaro, ist offiziell zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Oktober gekürt worden. Der Senator wurde am Samstag beim Parteitag seiner rechtsgerichteten Liberalen Partei in São Paulo zum Herausforderer des linken Amtsinhabers Luiz Inácio Lula da Silva ernannt. "Hier fließt das Blut von Bolsonaro", sagte der 45-Jährige und schlug sich dabei auf den Arm.

Textgröße ändern: