Deutsche Tageszeitung - Gewaltsame Zwischenfälle bei Demonstrationen von sogenannten Querdenkern

Gewaltsame Zwischenfälle bei Demonstrationen von sogenannten Querdenkern


Gewaltsame Zwischenfälle bei Demonstrationen von sogenannten Querdenkern
Gewaltsame Zwischenfälle bei Demonstrationen von sogenannten Querdenkern / Foto: ©

Bei Demonstrationen von Impfgegnern und sogenannten Querdenkern in Deutschland ist es am Samstag auch zu gewalttätigen Zwischenfällen gekommen. In Greiz in Thüringen kam es bei einem Aufzug mit bis zu 1000 Teilnehmern nach Angaben der Polizei zu mehreren tätlichen Angriffen auf Einsatzkräfte, bei denen 14 Beamte verletzt wurden. Auch in Reutlingen in Baden-Württemberg musste die Polizei nach eigenen Angaben Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen, als Teilnehmer einer aufgelösten Kundgebung Polizeiketten durchbrachen.

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In Greiz hatten sich mehrere hundert Demonstranten in mehreren Gruppen versammelt, wie die Polizei in der Nacht zum Sonntag in Erfurt mitteilte. Als Beamte einen Aufzug stoppten, sei es zu "Durchbruchsversuchen" gekommen. Polizisten hätten Pfefferspray eingesetzt, 14 Beamte seien verletzt worden. Eine Beamtin habe in einer Klinik behandelt werden müssen. Die Einsatzkräfte stellten Personalien von 227 Menschen fest und leiteten 91 Verfahren ein.

In Reutlingen zählte die Polizei rund 1500 Demonstranten. Diese hatten sich am Samstagabend versammelt, obwohl der Anmelder die Demonstration aufgrund der von der Stadt verfügten Maskenpflicht und anderer Hygieneauflagen abgesagt hatte. Wie Polizei und Stadt am späten Samstagabend mitteilten, wurde die Demonstration von den Behörden aufgelöst, weil Auflagen ignoriert und kein Versammlungsleiter benannt wurde. Trotzdem setzte sich ein Aufzug in Bewegung. Als Beamten diesen aufhielten, kam es zu gewalttätigen Durchbrüchen.

Einsatzkräfte setzten die Teilnehmer in einem Park fest, nahmen die Personalien auf und erteilten Platzverweise. Außerdem leitete die Polizei Verfahren etwa wegen tätlichen Angriffs und Beleidigung ein.

Sogenannte Querdenker und ähnliche Gruppierungen hatten am Samstag vielerorts zu Demonstrationen gegen die deutsche Impfkampagne und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufgerufen. Meist hatten die Kundgebungen eine überschaubare Größenordnung, oftmals kamen nur einige Dutzend Teilnehmer zusammen. Es gab aber auch einzelne größere Proteste, so etwa in Hamburg. Dort kamen einige tausend Menschen zusammen. Oft wurden Kundgebungen von Gegendemonstrationen begleitet.

(V.Sørensen--DTZ)

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