Deutsche Tageszeitung - Assanges Bruder besorgt um Gesundheit von Wikileaks-Gründer

Assanges Bruder besorgt um Gesundheit von Wikileaks-Gründer


Assanges Bruder besorgt um Gesundheit von Wikileaks-Gründer
Assanges Bruder besorgt um Gesundheit von Wikileaks-Gründer / Foto: ©

Der Bruder des Wikileaks-Gründers Julian Assange, Gabriel Shipton, hat sich sehr besorgt über den Gesundheitszustand seines Bruders gezeigt. "Wir leben in der Angst, dass er während dieses gerichtlichen Auslieferungsprozesses nicht durchhält oder tatsächlich stirbt", sagte Shipton am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Vor dem britischen Konsulat in New York organisierte Shipton eine Demonstration mit weiteren Unterstützern seines Bruders, darunter der Mitbegründer der britischen Rockband Pink Floyd, Roger Waters.

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Sein Bruder sei "nicht mehr der Mann, der er war, als das alles begann", sagte Shipton. Aber "er bleibt stark und kämpferisch".

Assange sitzt in London in Haft. Die USA fordern seine Auslieferung wegen des Vorwurfs der Spionage und der Veröffentlichung geheimer Dokumente auf der Enthüllungplattform Wikileaks zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan. Nach Angaben seiner Verlobten Stella Moris hatte Assange Ende Oktober einen leichten Schlaganfall erlitten.

In den USA drohen dem 50-jährigen Australier bis zu 175 Jahre Haft. Am Freitag hatte ein britisches Berufungsgericht ein Auslieferungsverbot an die USA aufgehoben, der Fall geht nun an ein Londoner Bezirksgericht zurück, allerdings mit der Anordnung, ihn Innenministerin Priti Patel für eine endgültige Entscheidung innerhalb von 28 Tagen vorzulegen.

Assange sitzt seit zweieinhalb Jahren in London in Haft. Zuvor hatte er sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft gelebt, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Dort sollte ihm wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs der Prozess gemacht werden, die Anschuldigungen wurden jedoch fallen gelassen.

Der Fall sorgt seit Jahren international für Aufsehen. Assanges Unterstützer haben die Vorwürfe und Verfahren immer wieder als politisch motiviert kritisiert. Viele sehen den Whistleblower als Vorkämpfer für die Pressefreiheit.

(A.Nikiforov--DTZ)

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