Deutsche Tageszeitung - Söder fordert nationale Omikron-Strategie und baldige Ministerpräsidentenkonferenz

Söder fordert nationale Omikron-Strategie und baldige Ministerpräsidentenkonferenz


Söder fordert nationale Omikron-Strategie und baldige Ministerpräsidentenkonferenz
Söder fordert nationale Omikron-Strategie und baldige Ministerpräsidentenkonferenz / Foto: ©

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Deutschland eine einheitliche Strategie gegen die Omikron-Variante des Coronavirus gefordert. "Wir brauchen neben dem jetzigen Delta-Management eine einheitliche nationale Omikron-Stratetgie", sagte Söder am Dienstag in München vor Journalisten nach Beratungen seines Kabinetts zusammen mit dem Kabinett Sachsens vor Journalisten. Dabei forderte Söder auch eine baldige neue Ministerpräsidentenkonferenz - noch in diesem oder zumindest "sehr früh" im neuen Jahr.

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Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt wegen ihrer schnellen Verbreitung für große Unsicherheit. In Bayern gebe es aktuell 87 Verdachtsfälle und 39 bestätigte Ansteckungen. Söder begründete die Notwendigkeit einer einheitlichen Strategie unter anderem mit einem unterschiedlichen Vorgehen der Bundesländer.

So werde mit Einreisenden aus Südafrika am Flughafen in München strenger umgegangen als in Frankfurt am Main, sagte Söder. Dies führe dazu, dass die Flüge aus Südafrika in München weniger würden, die in Frankfurt aber mehr.

Wie Söder sagte, erwartet er von der ebenfalls am Dienstag stattfindenden Gesundheitsministerkonferenz eine Vereinbarung, dass bei Geboosterten die Testpflicht bei 2G-Plus-Veranstaltungen aufgehoben wird. Bayern werde dies ab zwei Wochen nach der Boosterimpfung einführen.

Söder kritisierte zudem ein weiteres Mal die Ständige Impfkommission (Stiko). Er sei "ein bisschen unglücklich", dass diese bei den Impfungen für Kinder eine "Sowohl-als-auch-Empfehlung" gegeben habe. Deswegen wäre es jetzt "ganz entscheidend", über eine Reform der Stiko nachzudenken. Deren Impfempfehlungen müssten früher vorliegen.

Der CSU-Chef kritisierte zudem, dass die geplante allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus zu spät komme. Außerdem bemängelte er, dass der Pflegebonus nun doch nicht schnell ausgezahlt werden solle. Offensichtlich sei die Ampelkoalition uneins, wer davon profitieren solle. Seiner Auffassung nach sollten alle im Pflegebereich profitieren.

(P.Tomczyk--DTZ)

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