Deutsche Tageszeitung - Fast ein Drittel fühlt sich durch Corona-Pandemie in Lebensfreude beeinträchtigt

Fast ein Drittel fühlt sich durch Corona-Pandemie in Lebensfreude beeinträchtigt


Fast ein Drittel fühlt sich durch Corona-Pandemie in Lebensfreude beeinträchtigt
Fast ein Drittel fühlt sich durch Corona-Pandemie in Lebensfreude beeinträchtigt / Foto: ©

Mit 30,7 Prozent fühlt sich fast ein Drittel der Menschen in Deutschland durch die Corona-Pandemie in der Lebensfreude stark oder sehr stark beeinträchtigt. Jüngere Menschen unter 30 Jahren sind zu 39,7 Prozent davon betroffen, wie eine am Mittwoch in Berlin veröffentlichte Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der Krankenkasse AOK ergab. Diese Altersgruppe fühlte sich durch die Einschränkungen stärker belastet als Ältere über 70 Jahre.

Textgröße ändern:

Jeder zehnte Befragte aller Altersgruppen gab an, dass sich die eigene Gesundheit stark oder sehr stark verschlechtert habe. Rund jeder Fünfte ging seit Beginn der Pandemie seltener zum Arzt. Die Qualität der Beratung und Behandlung blieb für die meisten Befragten seitdem allerdings gleich. Kritisiert wurden vor allem Wartezeiten auf den Arzttermin.

Insgesamt nahm die Einnahme von leistungssteigernden oder beruhigenden Arzneimitteln zu. Beim Alkohol war in der Umfrage eine gegenläufige Tendenz erkennbar: 10,2 Prozent trinken seit Beginn der Pandemie mehr, 20 Prozent hingegen weniger. Mehr als ein Drittel der Erwachsenen nahm zu - die Waage zeigte durchschnittlich 6,9 Kilogramm mehr an.

5000 Menschen ab 18 Jahren wurden für die Erhebung im Sommer zum Gesundheitsverhalten und zum Erleben der ambulanten medizinischen Versorgung befragt. Das Ergebnis "spiegelt die Auswirkungen der einschränkenden Maßnahmen und der damit verbundenen sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen auf die psychische Gesundheit der erwachsenen Bevölkerung wider", erklärte Studienleiter Klaus Zok.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Zweites Treffen: Rot-Grün-Rot in Berlin verständigt sich auf "gemeinsamen Weg"

Die Berliner Landesverbände von Linken, Grünen und SPD haben sich bei einem zweiten Treffen nach der Wahl "auf einen weiteren gemeinsamen Weg verständigt". Dies geht aus einer gleichlautenden Erklärung hervor, welche die drei Parteien am Samstag verbreiteten. "In der kommenden Woche werden wir die aktuellen Gespräche zu einem Ergebnis führen", hieß es darin weiter.

Bilanz mit pessimistischen Untertönen: Steinmeier warnt vor Gefahr für Demokratie

Besorgte Mahnungen zum Ende einer langen Amtszeit: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat wenige Monate vor seinem Ausscheiden aus dem Amt vor einer ernsthaften Gefährdung für Demokratie und Zusammenhalt in Deutschland gewarnt. In seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit beklagte Steinmeier am Samstag in Bremen eine "unerträgliche politische Demagogie extremistischer Kräfte", die an den Grundfesten des Staates rüttle. Er rief die Bundesregierung auf, trotz allen Widerstands ihren Reformkurs fortzusetzen.

Lettland wählt neues Parlament unter dem Eindruck russischer Bedrohung

In Lettland haben die Bürger am Samstag unter dem Eindruck der russischen Bedrohung und wachsender wirtschaftlicher Sorgen ein neues Parlament gewählt. Sicherheit und Verteidigung prägten den Wahlkampf in dem baltischen Staat ebenso wie steigende Lebenshaltungskosten, niedrige Löhne und Probleme im Gesundheitssystem. Die ersten Teilergebnisse wurden für Samstagabend erwartet, das vorläufige amtliche Ergebnis für Sonntag.

Grünen-Fraktionschefinnen erklären bisherige Strategie gegen AfD für gescheitert

Die Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion haben die bisherige Strategie ihrer Partei gegen die AfD für gescheitert erklärt und eine Kurskorrektur gefordert. "Alle bisherigen Versuche, der AfD etwas entgegenzusetzen, haben nicht gereicht", schrieben die Fraktionschefinnen Katharina Dröge und Britta Haßelmann in einem "Impulspapier", aus dem der "Spiegel" am Samstag zitierte. Für das Erstarken der in Teilen rechtsextremen AfD trügen alle demokratischen Parteien, auch die Grünen, Verantwortung.

Textgröße ändern: