Verdächtigenzahl in Verfahren um Mordpläne gegen Kretschmer steigt auf sechs
Im Ermittlngsverfahren um Mordpläne gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) ist die Zahl der Verdächtigen von fünf auf sechs gestiegen. Dabei handle es sich um fünf Männer und eine Frau im Alter zwischen 32 und 64 Jahren, teilte das sächsische Landeskriminalamt am Mittwoch mit. Sie sollen Mitglieder der Telegram-Chatgruppe "Dresden Offlinevernetzung" gewesen sein.
Alle sechs verbinde die Ablehnung von Impfungen, dem Staat und die aktuelle Corona-Politik. Sie hätten in der Gruppe und bei nicht virtuellen Treffen Mordpläne gegen Kretschmer und weitere Vertreter der sächsischen Landesregierung geäußert. Gegen alle sechs werde wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Derzeit liefen "erkennungsdienstliche Maßnahmen". Festnahmen gab es demnach nicht.
Die Polizei war am Mittwochmorgen zu der Razzia ausgerückt, bei der mehrere Waffen gefunden wurden. Ermittler beschlagnahmten laut Landeskriminalamt mehrere Armbrüste und weitere Waffen. Inwieweit sie legal und schussfähig waren, wurde geprüft. Nähere Angaben dazu machten die Ermittler zunächst nicht.
(V.Korablyov--DTZ)