Deutsche Tageszeitung - Brinkhaus will "sehr engen Schulterschluss" mit Merz und Söder

Brinkhaus will "sehr engen Schulterschluss" mit Merz und Söder


Brinkhaus will "sehr engen Schulterschluss" mit Merz und Söder
Brinkhaus will "sehr engen Schulterschluss" mit Merz und Söder / Foto: ©

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat einen "sehr engen Schulterschluss" mit dem designierten CDU-Chef Friedrich Merz und der CSU-Parteiführung um Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angekündigt. In einem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Weihnachtsbrief rief Brinkhaus die Fraktionsmitglieder dazu auf, sich die "einzigartige Erfolgsgeschichte" der Union in der Nachkriegszeit zu vergegenwärtigen. Mit einer konstruktiven Oppositionsarbeit könne es gelingen, "bei den kommenden Wahlen die Wählerinnen und Wähler neu von uns zu überzeugen".

Textgröße ändern:

In dem Weihnachtsbrief blickt Brinkhaus auf ein schwieriges Jahr für die Union zurück. "Wir hatten schwierige und teilweise auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen, wir hatten einen verunglückten Wahlkampf mit sehr viel Gegenwind. Und wir haben dann die Bundestagswahlen verloren und damit auch rund ein Fünftel der Fraktionsmitglieder", schreibt der Fraktionschef.

Trotz persönlicher Enttäuschungen im Zuge der Besetzung von Fraktionsvorstand, Arbeitsgruppen und Ausschüssen sei der Übergang von Regierung zur Opposition "sehr diszipliniert und geordnet verlaufen", schreibt Brinkhaus weiter. Zugleich sei klar, "dass die kommenden Monate für uns noch ein lernender Prozess bleiben werden". Die Fraktionsmitglieder rief Brinkhaus auf, "diese Zeit mit Mut und Zuversicht" anzugehen.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Wähler in Bosnien und Herzegowina bestimmen neue Parlamente und Präsidenten

In Bosnien und Herzegowina sind am Sonntag die Amtsträger im komplexen politischen System des früheren Bürgerkriegslandes gewählt worden. Der Beginn des Urnengangs verlief holprig, vielerorts gab es technische Probleme mit der neu eingeführten biometrischen Technik. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet.

Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

Luftalarm, Drohnenangriff und eine scharfe Warnung aus Moskau: Bei einem Besuch unter dramatischen Umständen in Kiew hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unbeirrt in seiner Unterstützung für die Ukraine gezeigt. Er sagte dem Land am Sonntag Militär- und Infrastruktur-Hilfen von über einer Milliarde Euro zu. Während seines Besuchs wurde eine Brücke in Kiew von einer russischen Drohne getroffen.

SPD wehrt sich in Reformdebatte gegen Blockadevorwürfe aus der Union

Die SPD ist Kritik aus der Union entgegengetreten, sie verzögere vereinbarte Reformvorhaben. "Blockadevorwürfe, öffentliche Forderungen oder Ultimaten bringen uns ehrlich gesagt nicht weiter - sie machen die Suche nach gemeinsamen Lösungen sogar eher langwieriger", sagte Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, am Sonntag der "Süddeutschen Zeitung". "Was uns weiterbringt, ist der Blick auf das, was uns verbindet und was wir gemeinsam erreichen wollen."

Selenskyj: Washington plant neue trilaterale Gespräche mit Kiew und Moskau im Oktober

Die USA planen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj neue trilaterale Gespräche der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine über ein Ende des Ukraine-Krieges. Die von Washington vermittelten Gespräche sollten bis Ende Oktober stattfinden, sagte Selenskyj am Sonntag vor Journalisten in Kiew. Die USA stünden dafür mit der Ukraine und Russland in Kontakt.

Textgröße ändern: