Deutsche Tageszeitung - Südafrika protestiert gegen Versteigerung von Schlüssel zu Mandelas Haftzelle

Südafrika protestiert gegen Versteigerung von Schlüssel zu Mandelas Haftzelle


Südafrika protestiert gegen Versteigerung von Schlüssel zu Mandelas Haftzelle
Südafrika protestiert gegen Versteigerung von Schlüssel zu Mandelas Haftzelle / Foto: ©

Südafrika hat gegen die geplante Versteigerung des Schlüssels zu der Gefängniszelle des ehemaligen Präsidenten und Nationalhelden Nelson Mandela protestiert. Es sei "unbegreiflich", dass ein britisches Auktionshaus, "das sich der schmerzhaften Geschichte unseres Landes und der Symbolik des Schlüssels bewusst ist", diesen ohne Konsultation der südafrikanischen Behörden versteigern wolle, erklärte der Kulturminister Nathi Mthethwa am Freitag.

Textgröße ändern:

Der Schlüssel zu der Zelle auf Robben Island, wo Mandela 27 Jahre lang inhaftiert war, ist das Highlight einer Auktion des britischen Auktionshauses Guernsey’s am 28. Januar. Medienberichten zufolge ist Mandelas ehemaliger Gefängniswärter Christo Brand der Verkäufer des Schlüssels.

"Dieser Schlüssel gehört dem südafrikanischen Volk unter der Obhut des Robben Island Museums und des südafrikanischen Staates", erklärte Mthethwa. "Er gehört niemandem persönlich". Der Schlüssel müsse an seine "rechtmäßigen Besitzer" zurückgegeben und die Versteigerung gestoppt werden.

Mandela, der im Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren gestorben war, war ein Aktivist gegen das Apartheid-Regime in Südafrika. Er wurde im Mai 1994 zum ersten Präsidenten des Landes nach der Abschaffung des rassistischen Regimes gewählt und hatte dieses Amt bis Juni 1999 inne.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Wadephul sieht "weitergehende Pläne" Moskaus über die Ukraine hinaus

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sieht "weitergehende Pläne" des Kremls über den Krieg gegen die Ukraine hinaus. Die Bundesregierung müsse davon ausgehen, dass zu diesen auch Ansprüche auf Georgien, Moldau und das Baltikum gehören könnten, sagte Wadephul am Montagabend in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". "Und damit sind wir dann selbst auch betroffen als Alliierte", fügte er hinzu.

Gouverneur: Mindestens fünf Tote in Charkiw bei russischen Angriffen mit Lenkbomben

Bei russischen Angriffen mit Lenkbomben auf die Stadt Charkiw im Osten der Ukraine sind nach Angaben des örtlichen Gouverneurs mindestens fünf Menschen getötet worden. 30 Verletzte seien in Krankenhäusern, erklärte Gouverneur Oleh Synehubow am Montag im Onlinedienst Telegram. Drei von ihnen seien lebensgefährlich verletzt worden.

Merz betont Bedeutung der Sicherheit des Baltikums für die Sicherheit Deutschlands

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat anlässlich des Besuchs des litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius in Berlin die Bedeutung der Sicherheit des Baltikums für Deutschland unterstrichen. "Die Sicherheit des Baltikums ist die Sicherheit Deutschlands und die Sicherheit von Berlin wird auch in Vilnius verteidigt", sagte Merz am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sinkevicius im Bundeskanzleramt.

In Ungnade gefallener Top-Republikaner Dennis Hastert stirbt 84-jährig

Er galt einst als einer der mächtigsten Politiker in Washington und musste später im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Jungen ins Gefängnis - nun ist der frühere Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Dennis Hastert, tot. Er starb im Alter von 84 Jahren in seinem Haus im Großraum von Chicago "eines natürlichen Todes", wie die Behörden im Bundesstaat Illinois am Montag mitteilten.

Textgröße ändern: