Deutsche Tageszeitung - Aktivisten: Zehn Tote bei israelischen Luftangriffen in Syrien

Aktivisten: Zehn Tote bei israelischen Luftangriffen in Syrien


Aktivisten: Zehn Tote bei israelischen Luftangriffen in Syrien
Aktivisten: Zehn Tote bei israelischen Luftangriffen in Syrien / Foto: © SANA/AFP

Bei israelischen Luftangriffen auf die Umgebung der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben von Aktivisten am Mittwoch zehn Kämpfer getötet worden, darunter sechs syrische Soldaten. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, griff Israel ein Munitionsdepot und andere Militärstellungen an, die mit dem Iran in Verbindung stehen. Nach Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana bestätigte ein Militärvertreter den Angriff.

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"Der israelische Feind führte im Morgengrauen einen Luftangriff durch und feuerte von Tiberias aus mehrere Raketen ab, die auf mehrere Stellungen in der Umgebung von Damaskus zielten", sagte der Militärvertreter. Diesen Angaben zufolge wurden vier Soldaten getötet.

Rami Abdel Rahman, Leiter der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, sagte, fünf syrische Soldaten seien bei den Angriffen getötet worden und ein sechster sei im Laufe des Tages seinen Verletzungen erlegen. Bei vier weiteren Getöteten handle es sich um Mitglieder pro-iranischer Milizen. Ihre Nationalität konnte demnach nicht verifiziert werden.

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 hat Israel hunderte Luftangriffe auf Ziele in Syrien geflogen und dabei sowohl Stellungen der Regierungstruppen als auch Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz und andere vom Iran unterstützte Kräfte angegriffen.

Die israelische Regierung bestätigt nur selten einzelne dieser Einsätze, hat aber wiederholt erklärt, dass sie eine Ausweitung des iranischen Einflusses in Syrien nicht dulden will. Teheran gilt als wichtigster Verbündeter von Syriens Machthaber Baschar al-Assad in der Region.

Im März waren bei einem israelischen Angriff in einem Vorort von Damaskus zwei Offiziere der iranischen Revolutionsgarde getötet worden. Bei einem Angriff Mitte April hatte es laut Sana keine Opfer gegeben.

Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Die Angaben der Organisation lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

(L.Svenson--DTZ)

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