Deutsche Tageszeitung - Mehr als 4000 Vertriebene durch Kämpfe in nordirakischer Region Sindschar

Mehr als 4000 Vertriebene durch Kämpfe in nordirakischer Region Sindschar


Mehr als 4000 Vertriebene durch Kämpfe in nordirakischer Region Sindschar
Mehr als 4000 Vertriebene durch Kämpfe in nordirakischer Region Sindschar / Foto: © AFP

Neue Kämpfe zwischen jesidischen Kämpfern und der irakischen Armee haben tausende Menschen aus dem nordirakischen Sindschar vertrieben. Wie ein Regierungsvertreter der autonomen Region Kurdistan am Dienstag mitteilte, hatten die Kämpfe zwischen irakischen Soldaten und den mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbündeten jesidischen Kämpfern am Sonntag begonnen. 710 Familien und damit knapp 4100 Menschen seien vertrieben worden. Derzeit hielten sie sich in der Provinz Dohuk auf.

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Ein Vertreter des irakischen Einwanderungsministeriums sagte in Bagdad, die Lage in Sindschar habe sich inzwischen wieder normalisiert. Die Vertreibungen seien nur "vorübergehend" gewesen, und die Sicherheitslage sei "sehr gut".

Das Sindschar-Gebirge ist Heimat der Jesiden, die 2014 von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) brutal verfolgt und getötet wurden. In der Region kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und örtlichen Kämpfern, die mit der kurdischen PKK verbündet sind. Die jesidische Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad forderte internationale Hilfe zur Lösung der Sicherheitsprobleme und zum Schutz der Zivilbevölkerung in der Region.

(G.Khurtin--DTZ)

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