Deutsche Tageszeitung - Wissler räumt mangelnde Kritik der Linken an Russlands Kriegen ein

Wissler räumt mangelnde Kritik der Linken an Russlands Kriegen ein


Wissler räumt mangelnde Kritik der Linken an Russlands Kriegen ein
Wissler räumt mangelnde Kritik der Linken an Russlands Kriegen ein / Foto: © SID/Archiv

Linken-Chefin Janine Wissler hat sich selbstkritisch zum Umgang ihrer Partei mit von Russland in der Vergangenheit geführten Kriegen geäußert. Zu Recht habe die Linkspartei in den vergangenen Jahren alle Kriege der USA scharf kritisiert, sagte Wissler den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag. Aber die Kritik ihrer Partei an den von Russland geführten Kriegen wie in Syrien oder Tschetschenien sei "zu verhalten und oft kaum hörbar" gewesen, fügte sie hinzu.

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Mit Blick auf den geplanten Nato-Beitritt von Finnland und Schweden sagte Wissler, der Angriffskrieg von Russlands Staatschef Wladimir Putin gegen die Ukraine habe die Zustimmung zur Nato erhöht. "Deswegen ist die Nato-Erweiterung trotzdem kein guter Schritt", sagte sie.

Die Linkspartei hatte bei den jüngsten Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein deutliche Verluste hinnehmen müssen und war am Einzug in die Parlamente gescheitert. In der Partei hatte es in den vergangenen Wochen Querelen unter anderem um die Ukraine-Politik gegeben. Für Belastungen sorgten auch Sexismus-Vorwürfe in der Partei, mit denen unter anderem die frühere Ko-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow ihren Rücktritt begründete.

(A.Nikiforov--DTZ)

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