Deutsche Tageszeitung - Mindestens 19 Tote und 24 Verletzte bei Explosion im Norden Afghanistans

Mindestens 19 Tote und 24 Verletzte bei Explosion im Norden Afghanistans


Mindestens 19 Tote und 24 Verletzte bei Explosion im Norden Afghanistans
Mindestens 19 Tote und 24 Verletzte bei Explosion im Norden Afghanistans / Foto: © AFP

Bei einer Explosion in einer Koranschule im Norden Afghanistans sind nach Angaben eines Arztes am Mittwoch mindestens 19 Menschen getötet worden. 24 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte der Arzt, der in einem Krankenhaus in Aybak arbeitet, der Hauptstadt der Provinz Samangan. Alle Opfer seien "Kinder und gewöhnliche Leute". Die radikalislamischen Taliban sprachen hingegen von zehn Toten und weiteren Verletzten.

Textgröße ändern:

Einige Verletzte wurden dem Arzt zufolge in besser ausgestattete Krankenhäuser im rund 120 Kilometer entfernten Masar-i-Scharif gebracht. Die in Aybak verbliebenen Verwundeten seien vorwiegend durch Granatsplitter und Druckwellen verletzt worden. Manche von ihnen hätten Granatsplitter im Gesicht, andere gebrochene Hände und Beine, sagte der Arzt.

Ein Vertreter der Regionalbehörde bestätigte die Explosion, machte jedoch zunächst keine Angaben zu der Zahl der Opfer. Die Taliban, die Opferzahlen häufig herunterspielen, erklärten, zehn Schüler seien getötet und "viele andere" verletzt worden.

"Unsere Ermittlungs- und Sicherheitskräfte arbeiten schnell daran, die Täter dieses unverzeihlichen Verbrechens zu identifizieren und sie für ihre Taten zu bestrafen", erklärte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums im Onlinedienst Twitter.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete die Explosion als "beunruhigend". Sie sei eine "weitere Erinnerung für die Welt, dass das Leiden der afghanischen Bevölkerung noch lange nicht vorbei ist", erklärte Amnesty auf Twitter.

Seit der Rückkehr der Taliban an die Macht im August 2021 hatte es in Afghanistan zahlreiche Anschläge auf Zivilisten gegeben. Zu den meisten bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Bei einem Selbstmordanschlag auf die Frauenabteilung eines Bildungszentrums in Kabul Ende September wurden mindestens 54 Menschen getötet. Am 5. Oktober starben ebenfalls in Kabul mindestens vier Menschen bei einer Explosion in einer Moschee.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Steinmeier drängt China zu stärkerem Einfluss auf Russland im Ukrainekrieg

Der zugrunde liegende Beitrag ordnet das Thema aus einer kommentierenden Perspektive ein. Kommentar Auf dem Berg sitzen China und der Ukraine-Krieg Wer einmal im »kleinen roten Buch« mit den »Worten des Vorsitzenden Mao« geblättert hat, erinnert sich vielleicht noch an eine der dort überlieferten Metaphern: Die chinesischen Kommunisten sollten »auf dem Berg sitzen und den Tigern im Tal beim Kämpfen zusehen«.

Tucker Carlson verbreitet unbelegte Warnung vor möglichem US-Atomangriff auf Iran

Der zugrunde liegende Beitrag ordnet das Thema aus einer kommentierenden Perspektive ein. Der ehemalige Fox News-Moderator Tucker Carlson behauptet, Washington dürfte kurz vor einem Einsatz nuklearer Waffen gegen den Iran stehen.

Trump nach Midterms: Veto, Kabinettsumbildung und Konflikt mit dem Kongress

Donald Trump muss nach den Midterm-Wahlen in den USA seine politische Strategie überdenken. Mit einer demokratischen Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses drohen ihm Blockaden bei seinen Personalentscheidungen und eine verschärfte institutionelle Konfrontation in den kommenden zwei Jahren.

Geheimgefängnis bei Kiew nach gewaltsamen Auseinandersetzungen untersucht

Ukraine Sturm auf Folterknast Ukraine: Von faschistischer »Asow«-Einheit betriebenes Geheimgefängnis enttarnt. Chef des Präsidialamtes in Kiew: kein Einzelfall Schüsse peitschten am Montag abend durch den kleinen Ort Petropawliwska Borschtschagiwka am westlichen Stadtrand von Kiew.

Textgröße ändern: