Deutsche Tageszeitung - Putin und Kim beginnen Treffen mit Zeremonie in Pjöngjang

Putin und Kim beginnen Treffen mit Zeremonie in Pjöngjang


Putin und Kim beginnen Treffen mit Zeremonie in Pjöngjang
Putin und Kim beginnen Treffen mit Zeremonie in Pjöngjang / Foto: © KCNA VIA KNS/AFP

Der russische Präsident Wladimir Putin und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un haben zum offiziellen Start ihres Treffens an einer Zeremonie auf Pjöngjangs Kim-Il-Sung-Platz teilgenommen. Putins Wagenkolonne sei auf den häufig für Militärparaden genutzten Platz gefahren und der russische Präsident dort von Kim begrüßt worden, berichteten die russischen Nachrichtenagenturen Interfax und Ria Nowosti am Mittwoch. Bilder nordkoreanischer Staatsmedien zeigten, dass der Platz mit russischen und nordkoreanischen Flaggen sowie mit großen Porträts der beiden Männer geschmückt war.

Textgröße ändern:

Am Vorabend hatte Kim Putin bereits bei dessen Ankunft am Flughafen begrüßt. Die beiden international isolierten Staatsoberhäupter umarmten sich auf dem roten Teppich und bekräftigten die zunehmend enge Beziehung ihrer Länder.

Es ist Putins zweiter Besuch in dem Land in seiner Zeit als Staatschef. Kurz nachdem er im Jahr 2000 russischer Präsident wurde, traf er Kim Jong Uns Vater Kim Jong Il in Nordkorea. Das abgeschottete Land empfängt selten diplomatischen Besuch. Pjöngjang wird vorgeworfen, Russland in dessen Militäroffensive in der Ukraine mit Waffenlieferungen zu unterstützen. Nordkorea hat die Vorwürfe als "absurd" zurückgewiesen. Putin bemüht sich derzeit um zusätzliche Munition. Kim und Putin hatten sich im September bei einer Reise des nordkoreanischen Machthabers im Osten Russlands getroffen.

Putins Besuch verdeutliche die "Unbesiegbarkeit und Beständigkeit" der bilateralen Beziehungen beider Länder, vermeldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Putin ist mit einer großen Delegation nach Nordkorea gereist, darunter Außenminister Sergej Lawrow. Der Kremlchef reist im Anschluss an den Besuch in Nordkorea weiter nach Vietnam.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Prominenter US-Demokrat Adam Schiff fordert Biden zu Verzicht auf Kandidatur auf

Als bislang prominentester Vertreter der Demokratischen Partei hat der Kongressabgeordnete Adam Schiff am Mittwoch US-Präsident Joe Biden zum Verzicht auf seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit aufgefordert. In einer Erklärung für die "Los Angeles Times" appellierte Schiff an den 81-jährigen Biden, "den Staffelstab weiterzugeben". Er habe "ernsthafte Zweifel" daran, dass Biden seinen republikanischen Herausforderer Donald Trump besiegen könne. Schiff ist eines der einflussreichsten Mitglieder der Demokraten.

Irreguläre Einwanderung: Afrika und Europa diskutieren "strategische" Zusammenarbeit

Bei einer Konferenz in Libyen zu irregulärer Einwanderung haben europäische und afrikanische Länder die Schaffung einer "strategischen" Zusammenarbeit in diesem Bereich diskutiert. "Es ist Zeit dieses Problem zu lösen", sagte der libysche Innenminister Imad Trabelsi am Mittwoch auf dem Transmediterranean Migrationsforum. "Libyen kann nicht weiter diesen Preis zahlen", fügte Trebelsi hinzu.

Neue britische Regierung kündigt bessere Beziehungen zur EU und Oberhaus-Reform an

In Großbritannien hat die erste Labour-Regierung seit 14 Jahren in ihrem Regierungsprogramm wirtschaftliche Stabilität, ein härteres Vorgehen gegen irreguläre Einwanderung sowie bessere Beziehungen zur Europäischen Union als Ziele ausgegeben. "Wir werden das Wachstum ankurbeln und Großbritanniens Bremsen lösen", sagte der neue Premierminister Keir Starmer vor Verlesung des Regierungsprogramms durch König Charles III. am Mittwoch im britischen Parlament. Zum in der Thronrede skizzierten Programm gehören mehr als 35 Gesetzentwürfe, darunter eine Reform des britischen Oberhauses.

Scholz hofft auf Abrüstung mit Russland in der Zukunft

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) strebt langfristig wieder Abrüstungsvereinbarungen mit Russland an - auch wenn dies noch lange auf sich warten lassen könnte. "Alles, was wir tun, muss dazu führen, dass wir mal wieder eine Zeit haben werden, in der über Rüstungskontrolle zwischen den großen Mächten der Welt gesprochen wird", sagte Scholz am Mittwoch in einem Interview mit dem ARD-Hauptstadtstudio.

Textgröße ändern: