Deutsche Tageszeitung - Air France nimmt wegen Nahost-Lage ausgesetzte Flüge nach Beirut wieder auf

Air France nimmt wegen Nahost-Lage ausgesetzte Flüge nach Beirut wieder auf


Air France nimmt wegen Nahost-Lage ausgesetzte Flüge nach Beirut wieder auf
Air France nimmt wegen Nahost-Lage ausgesetzte Flüge nach Beirut wieder auf / Foto: © AFP/Archiv

Trotz der drohenden Eskalation im Nahen Osten wollen die französische Fluggesellschaft Air France und ihre Tochter Transavia France ihre seit Ende Juli ausgesetzten Flüge in die libanesische Hauptstadt am Donnerstag voraussichtlich wieder aufnehmen. Es sei geplant, die seit dem 29. Juli ausgesetzten Flüge zwischen Paris und Beirut "ab dem 15. August wieder aufzunehmen", erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Die Entscheidung gelte auch für Transavia France.

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Sie erfolge "zum gegenwärtigen Zeitpunkt und vorbehaltlich der Entwicklung der Sicherheitslage am Zielort", hieß es weiter. Die Fortsetzung des Flugbetriebs hänge "von einer täglichen Bewertung der Situation vor Ort" ab. Die Sicherheit von Kunden und Besatzungen habe "absolute Priorität". Die zuletzt eingeführten Flexibilisierungsmaßnahmen zu einer Verschiebung oder Stornierung von bis zum 25. August gebuchten Flügen blieben weiter bestehen.

Mehrere andere Fluggesellschaften hielten wegen einer befürchteten militärischen Eskalation in der Region an der Aussetzung ihrer Flüge fest. Die Lufthansa hatten diese zuletzt bis zum 21. August verlängert. Dazu gehören nach Angaben des Unternehmens Flüge nach Tel Aviv in Israel, Beirut im Libanon, Teheran im Iran, Amman in Jordanien sowie Erbil im Nordirak. Zudem wird bis dahin der Luftraum über dem Iran und Irak vollständig gemieden.

Auch die italienische Fluggesellschaft ITA Airways stellte ihre Flüge nach Tel Aviv mindestens bis zum 15. August ein. Air France fliegt anders als viele andere internationale Fluggesellschaften den Flughafen von Tel Aviv weiter an.

Der Iran droht nach dem tödlichen Angriff in Teheran auf den Chef der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas, Ismail Hanija, mit Vergeltung. Die USA, Israels engster Verbündeter, verstärkten deshalb ihre militärische Präsenz in der Region und entsandten weitere Kriegsschiffe und Kampfjets.

Der Konflikt im Nahen Osten hat sich zuletzt erheblich zugespitzt, nachdem Ende Juli Hanija in Teheran und der Militärchef der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon, Fuad Schukr, getötet worden waren. Die Hamas und der Iran machen Israel dafür verantwortlich.

(O.Zhukova--DTZ)

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