Deutsche Tageszeitung - Pro-palästinensische Demonstranten durchbrechen Sicherheitszaun bei Parteitag von US-Demokraten

Pro-palästinensische Demonstranten durchbrechen Sicherheitszaun bei Parteitag von US-Demokraten


Pro-palästinensische Demonstranten durchbrechen Sicherheitszaun bei Parteitag von US-Demokraten
Pro-palästinensische Demonstranten durchbrechen Sicherheitszaun bei Parteitag von US-Demokraten / Foto: © AFP

Pro-palästinensische Demonstranten haben in Chicago einen äußeren Sicherheitszaun beim Parteitag der Demokratischen Partei durchbrochen. Rund 100 Menschen durchbrachen am Montag die Metallbarrieren am United Center, in dem der Parteitag stattfindet.

Textgröße ändern:

Polizisten hinderten die Demonstranten daran, zur inneren Absperrung vorzudringen. Ein schwarz gekleideter Demonstrant wurde von mehreren Beamten weggetragen, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Die Polizei in Chicago erklärte, Protestteilnehmer hätten einen Teil der äußeren Absperrung durchbrochen. Die Einsatzkräfte seien sofort vor Ort gewesen und hätten die Situation unter Kontrolle. Die innere Umzäunung sei zu keinem Zeitpunkt durchbrochen worden, es habe keine Bedrohung gegeben.

Der Parteitag der Demokraten in Chicago findet von Montag bis Donnerstag statt. Pro-palästinensische Aktivistengruppen hatten Demonstrationen gegen die Unterstützung der US-Regierung für Israel im Konflikt mit der islamistischen Hamas angekündigt.

Am Montag teilten die Organisatoren mit, insgesamt 20.000 Menschen hätten an dem Protest teilgenommen. Einem AFP-Journalisten zufolge nahmen mehrere Tausend Menschen teil. Die Organisatoren fordern von den Demokraten, die Palästinenser zu unterstützen, außerdem verlangen sie den Stopp "jeglicher US-Hilfe für Israel".

Die Proteste hatten Erinnerungen an den Parteitag in Chicago im Jahr 1968 hervorgerufen. Damals hatte es heftige interne Konflikte um den Präsidentschaftskandidaten gegeben. Zugleich wurde die damalige Versammlung von wütenden Protesten gegen den Vietnamkrieg begleitet, bei denen es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten kam.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Steinmeier drängt China zu stärkerem Einfluss auf Russland im Ukrainekrieg

Der zugrunde liegende Beitrag ordnet das Thema aus einer kommentierenden Perspektive ein. Kommentar Auf dem Berg sitzen China und der Ukraine-Krieg Wer einmal im »kleinen roten Buch« mit den »Worten des Vorsitzenden Mao« geblättert hat, erinnert sich vielleicht noch an eine der dort überlieferten Metaphern: Die chinesischen Kommunisten sollten »auf dem Berg sitzen und den Tigern im Tal beim Kämpfen zusehen«.

Tucker Carlson verbreitet unbelegte Warnung vor möglichem US-Atomangriff auf Iran

Der zugrunde liegende Beitrag ordnet das Thema aus einer kommentierenden Perspektive ein. Der ehemalige Fox News-Moderator Tucker Carlson behauptet, Washington dürfte kurz vor einem Einsatz nuklearer Waffen gegen den Iran stehen.

Trump nach Midterms: Veto, Kabinettsumbildung und Konflikt mit dem Kongress

Donald Trump muss nach den Midterm-Wahlen in den USA seine politische Strategie überdenken. Mit einer demokratischen Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses drohen ihm Blockaden bei seinen Personalentscheidungen und eine verschärfte institutionelle Konfrontation in den kommenden zwei Jahren.

Geheimgefängnis bei Kiew nach gewaltsamen Auseinandersetzungen untersucht

Ukraine Sturm auf Folterknast Ukraine: Von faschistischer »Asow«-Einheit betriebenes Geheimgefängnis enttarnt. Chef des Präsidialamtes in Kiew: kein Einzelfall Schüsse peitschten am Montag abend durch den kleinen Ort Petropawliwska Borschtschagiwka am westlichen Stadtrand von Kiew.

Textgröße ändern: