Deutsche Tageszeitung - Bewährungsstrafe nach Schusswaffenvorfall in Polizeimannschaftswagen in Augsburg

Bewährungsstrafe nach Schusswaffenvorfall in Polizeimannschaftswagen in Augsburg


Bewährungsstrafe nach Schusswaffenvorfall in Polizeimannschaftswagen in Augsburg
Bewährungsstrafe nach Schusswaffenvorfall in Polizeimannschaftswagen in Augsburg / Foto: © AFP/Archiv

Wegen eines Schusswaffenvorfalls mit mehreren Verletzten in einem Mannschaftswagen hat das Landgericht im bayerischen Augsburg einen Polizisten zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der Mann erhielt wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt eine Strafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Zudem soll er 5000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen.

Textgröße ändern:

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Polizist vor rund einem Jahr am Rande eines Spiels der Fußballbundesliga in Augsburg in Richtung seiner Kameraden geschossen hatte. Unmittelbar vor dem Schuss hatten sich mehrere Polizisten in einem Mannschaftswagen wegen der hohen Temperaturen gegenseitig mit Wasser bespritzt. Der Angeklagte zog daraufhin seine Dienstwaffe und schoss in den Bus, in dem sich seine Kollegen befanden.

Das Projektil durchschlug erst eine Fensterscheibe des Einsatzwagens und dann die Scheibe eines geparkten Busses der Fanbetreuung des Gastvereins aus Mönchengladbach, der zu diesem Zeitpunkt allerdings unbesetzt war. Der mutmaßliche Schütze und drei weitere Beamte erlitten durch Knalltraumata, ein Polizist wurde durch Splitter der Scheibe oberflächlich im Gesicht verletzt.

Die Beamten gehörten zu einer Einheit der Bereitschaftspolizei, die unter anderem bei Demonstrationen oder größeren Razzien eingesetzt wird. Sie ist mit den Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten anderer Bundesländer vergleichbar. Nach dem Vorfall wurde der angeklagte Polizist suspendiert.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Steinmeier drängt China zu stärkerem Einfluss auf Russland im Ukrainekrieg

Der zugrunde liegende Beitrag ordnet das Thema aus einer kommentierenden Perspektive ein. Kommentar Auf dem Berg sitzen China und der Ukraine-Krieg Wer einmal im »kleinen roten Buch« mit den »Worten des Vorsitzenden Mao« geblättert hat, erinnert sich vielleicht noch an eine der dort überlieferten Metaphern: Die chinesischen Kommunisten sollten »auf dem Berg sitzen und den Tigern im Tal beim Kämpfen zusehen«.

Tucker Carlson verbreitet unbelegte Warnung vor möglichem US-Atomangriff auf Iran

Der zugrunde liegende Beitrag ordnet das Thema aus einer kommentierenden Perspektive ein. Der ehemalige Fox News-Moderator Tucker Carlson behauptet, Washington dürfte kurz vor einem Einsatz nuklearer Waffen gegen den Iran stehen.

Trump nach Midterms: Veto, Kabinettsumbildung und Konflikt mit dem Kongress

Donald Trump muss nach den Midterm-Wahlen in den USA seine politische Strategie überdenken. Mit einer demokratischen Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses drohen ihm Blockaden bei seinen Personalentscheidungen und eine verschärfte institutionelle Konfrontation in den kommenden zwei Jahren.

Geheimgefängnis bei Kiew nach gewaltsamen Auseinandersetzungen untersucht

Ukraine Sturm auf Folterknast Ukraine: Von faschistischer »Asow«-Einheit betriebenes Geheimgefängnis enttarnt. Chef des Präsidialamtes in Kiew: kein Einzelfall Schüsse peitschten am Montag abend durch den kleinen Ort Petropawliwska Borschtschagiwka am westlichen Stadtrand von Kiew.

Textgröße ändern: