Deutsche Tageszeitung - Habeck kritisiert Stil des Ampelbruchs: "Sollten uns nicht unsere Wunden zeigen"

Habeck kritisiert Stil des Ampelbruchs: "Sollten uns nicht unsere Wunden zeigen"


Habeck kritisiert Stil des Ampelbruchs: "Sollten uns nicht unsere Wunden zeigen"
Habeck kritisiert Stil des Ampelbruchs: "Sollten uns nicht unsere Wunden zeigen" / Foto: © AFP

Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat sich von den scharfen gegenseitigen Vorwürfen distanziert, mit denen sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und FDP-Chef Christian Lindner nach dem Bruch der Ampel-Koalition bedacht haben. "Ich halte wenig davon, dass wir uns gegenseitig unsere Wunden zeigen", sagte der Grünen-Politiker am Donnerstagmorgen im Deutschlandfunk.

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Die Verantwortung für den Koalitionsbruch sieht Habeck aber wie Scholz auch bei Lindner. Der Haushaltsstreit in der Koalition wäre "lösbar" gewesen, die FDP habe dies aber nicht gewollt, sagte Habeck. Insofern sei es "folgerichtig", dass der Kanzler Lindner als Bundesfinanzminister entlassen habe.

Habeck kritisierte scharf, dass Deutschland nun nach dem Bruch der Koalition ohne einen Haushalt für das kommende Jahr dastehe. "Das ist eine schwere Hypothek für eine lange Zeit", sagte der Bundeswirtschaftsminister. Außenpolitisch sei Deutschland aber weiter handlungsfähig, etwa auf Ebene der EU, der G7 und der G20.

Habeck dementierte zugleich einen Medienbericht, wonach er neben seinem Amt als Bundeswirtschaftsminister kommissarisch den Posten des Bundesfinanzministers übernehmen wolle. Er strebe nicht an, "neben allem anderen jetzt auch noch Bundesfinanzminister" zu sein, sagte er.

(V.Korablyov--DTZ)

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