Deutsche Tageszeitung - Selenskyj: 43.000 ukrainische Soldaten seit Kriegsbeginn getötet

Selenskyj: 43.000 ukrainische Soldaten seit Kriegsbeginn getötet


Selenskyj: 43.000 ukrainische Soldaten seit Kriegsbeginn getötet
Selenskyj: 43.000 ukrainische Soldaten seit Kriegsbeginn getötet / Foto: © AFP

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits 43.000 ukrainische Soldaten getötet und 370.000 weitere verletzt worden. Von den 370.000 Verwundeten sei die Hälfte auf das Schlachtfeld zurückgekehrt, erklärte der ukrainische Staatschef am Sonntag in Online-Netzwerken.

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Zugleich erneuerte Selenskyj seine Forderung nach einem "gerechten und dauerhaften Frieden - einen, den die Russen nicht innerhalb von ein paar Jahren zerstören können, wie sie es in der Vergangenheit wiederholt getan haben". Dies habe er bei seinem Treffen mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am Samstag im Pariser Elysée-Palast deutlich gemacht.

Das Dreiertreffen in Paris war am Samstag kurzfristig zustande gekommen. Ursprünglich hatten Einzelgespräche von Macron mit Trump und mit Selenskyj auf der Tagesordnung gestanden. Der designierte US-Präsident und der ukrainische Staatschef waren anlässlich der Wiedereröffnung der 2019 durch einen Brand stark beschädigten Kathedrale Notre-Dame nach Paris gekommen.

Trump forderte nach seinem Treffen mit Selenskyj und Macron eine "unverzügliche Waffenruhe" in der Ukraine. In einer Botschaft auf seiner Onlineplattform Truth Social appellierte er am Sonntag an Kiew und Moskau, Verhandlungen aufzunehmen. Selenskyj strebe einen "Deal" mit Russland zur Beendigung des Krieges an, erklärte Trump.

Der Republikaner hatte im Wahlkampf verkündet, dass er den Ukraine-Krieg "binnen 24 Stunden" beenden werde - aber bis heute hat er nicht erläutert, wie genau er dies bewerkstelligen will. Die massiven Militärhilfen der USA für die Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen Russland hatte Trump im Wahlkampf scharf kritisiert. Sollte Trump die Hilfen nach seinem Amtsantritt am 20. Januar kürzen, könnte sich die Ukraine gezwungen sehen, Gebietsabtretungen an Moskau zuzustimmen.

(L.Møller--DTZ)

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