Deutsche Tageszeitung - UN-Generalsekretär Guterres mahnt friedlichen Machtübergang in Syrien an

UN-Generalsekretär Guterres mahnt friedlichen Machtübergang in Syrien an


UN-Generalsekretär Guterres mahnt friedlichen Machtübergang in Syrien an
UN-Generalsekretär Guterres mahnt friedlichen Machtübergang in Syrien an / Foto: © AFP

Die Vereinten Nationen unterstützen nach Angaben von Generalsekretär António Guterres einen friedlichen Machtübergang in Syrien nach dem Sturz von Machthaber Baschar Al-Assad. Die UNO sei "voll und ganz entschlossen, einen reibungslosen Machtübergang zu unterstützen", sagte Guterres am Mittwoch in Südafrika.

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"Es ist unsere Pflicht, alles zu tun, um die verschiedenen syrischen Anführer zu unterstützen (...), um sicherzustellen, dass sie zusammenkommen und in der Lage sind, einen reibungslosen und integrativen Übergang zu gewährleisten, bei dem sich alle Syrer zugehörig fühlen", fuhr Guterres fort.

"Die Alternative ergibt keinen Sinn", sagte Guterres. "Es gibt genug Spaltungen in Syrien. Es ist Zeit für Einheit und es ist Zeit für eine Wiederherstellung seiner territorialen Integrität."

Guterres reagierte auch auf die Aussage des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu, dass die Golanhöhen, die Israel 1967 von Syrien erobert und 1981 annektiert hatte, für immer zu Israel gehören würden. "Der Begriff der Ewigkeit ist schwer zu definieren", sagte der UN-Generalsekretär. Die Golanhöhen seien von Israel besetzt, aber diese Besetzung werde international nicht anerkannt. "Daher würde ich sagen, dass die Ewigkeit das Problem der Rechtsverletzungen nicht lösen wird."

Guterres bezeichnete zudem den Sturz der "syrischen Diktatur" nach 50 Jahren Herrschaft der Assad-Familie und fast 13 Jahren Bürgerkrieg als "Zeichen der Hoffnung".

Der UN-Syrienbeauftragte Geir Pedersen sagte derweil, die Übergangsregierung in Syrien müsse sich um einen umfassenderen Prozess bemühen und verschiedene Parteien und Gemeinschaften einbeziehen, um neue Unruhen zu vermeiden. "Meine größte Sorge ist, dass der Übergang neue Widersprüche hervorrufen wird, die zu neuen zivilen Unruhen und möglicherweise zu einem neuen Bürgerkrieg führen könnten", sagte Pedersen der Nachrichtenagentur AFP.

Die islamistische Gruppierung Hajat Tahrir al-Scham (HTS) und mit ihr verbündete Milizen hatten am 27. November eine Großoffensive im Norden Syriens gestartet und am vergangenen Sonntag in Damaskus den seit dem Jahr 2000 herrschenden Machthaber Assad gestürzt. International besteht Besorgnis, welche Richtung die von Islamisten dominierte neue Regierung in Damaskus nun einschlagen wird.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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