Deutsche Tageszeitung - Bundesregierung begrüßt Regierungsbildung in Syrien - wünscht aber mehr Frauen

Bundesregierung begrüßt Regierungsbildung in Syrien - wünscht aber mehr Frauen


Bundesregierung begrüßt Regierungsbildung in Syrien - wünscht aber mehr Frauen
Bundesregierung begrüßt Regierungsbildung in Syrien - wünscht aber mehr Frauen / Foto: © SANA/AFP/Archiv

Die Bundesregierung hat die Berufung einer neuen Übergangsregierung in Syrien begrüßt, zugleich aber die schwache Repräsentanz von Frauen kritisiert. Es sei ein "großes Problem", wenn in einem Kabinett mit mehr als 20 Mitgliedern nur eine Frau vertreten sei, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Mittwoch in Berlin. Dies reiche nicht aus, "wenn man an Repräsentanz gemessen werden möchte".

Textgröße ändern:

Grundsätzlich begrüße die Bundesregierung aber die Neuaufstellung der Regierung in Damaskus. "Die neue Übergangsregierung wirkt repräsentativer als die bisherige", sagte die Außenamtssprecherin. Erstmals seien nun Mitglieder der drusischen, kurdischen, christlichen und alawitischen Minderheiten im Kabinett berücksichtigt. Zudem herrsche der Eindruck, "dass die Ernennungen auf fachlicher Expertise beruhen".

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hatte am Samstag die Bildung einer neuen Regierung verkündet. Unter der Ministerriege befindet sich auch ein Deutsch-Syrer als Gesundheitsminister, wie das Auswärtige Amt bestätigte. Der neue Minister Musab al-Ali war als Arzt in Bad Wildungen tätig.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Perus Wahlgericht hält an Termin für Präsidentschaftsstichwahl fest - keine Neuwahl in Lima

Nach der chaotischen ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Peru hat das Nationale Wahlgericht (JNE) den Termin für die zweiten Runde im Juni bestätigt. Der Urnengang finde am 7. Juni statt, erklärte das Gremium am Freitag (Ortszeit). Zugleich wies es Forderungen nach einer Wiederholung des ersten Wahlgangs in der Hauptstadt Lima zurück.

Reiche will angesichts der Energiekrise Infrastruktur für fossile Energien stärken

Als Konsequenz aus der gegenwärtigen Energiekrise will Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) neue Öllieferungen erschließen und die Widerstandsfähigkeit fossiler Infrastruktur wie Raffinerien und Pipelines stärken. "Jetzt müssen wir daran arbeiten, alle Optionen der Diversifizierung unserer Rohöllieferungen zu nutzen", sagte Reiche der "Welt am Sonntag". "Wir müssen die Resilienz unserer Raffinerien, Bezugswege und Infrastruktur stärken."

Beirut: Sechs Tote bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon trotz Waffenruhe

Trotz der Verlängerung der Feuerpause sind bei israelischen Angriffen im Libanon am Freitag nach libanesischen Angaben sechs Menschen getötet worden. Zwei weitere Menschen seien bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie habe sechs Hisbollah-Kämpfer bei einem Feuergefecht im südlibanesischen Dorf Bint Dschbeil getötet.

Straße von Hormus: Pistorius will schon vor Einsatz-Beschluss Marine-Einheiten verlegen

Zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Straße von Hormus nach einem Ende des Iran-Kriegs will Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bereits deutsche Marine-Einheiten ins Mittelmeer schicken. "Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen", sagte Pistorius der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).

Textgröße ändern: