Deutsche Tageszeitung - Neue Runde der Atomgespräche zwischen USA und Iran in Rom

Neue Runde der Atomgespräche zwischen USA und Iran in Rom


Neue Runde der Atomgespräche zwischen USA und Iran in Rom
Neue Runde der Atomgespräche zwischen USA und Iran in Rom / Foto: © AFP/Archiv

In Rom werden am Samstagvormittag die Atomgespräche zwischen den USA und Italien in einer zweiten Runde fortgeführt. Wie das iranische Staatsfernsehen berichtete, sollten die Verhandlungen zwischen Irans Außenminister Abbas Araghtschi und dem US-Gesandten Steve Witkoff um 10.30 Uhr beginnen. Die Gespräche werden vom Golfstaat Oman vermittelt, sie sollen möglichst zu einem neuen Abkommen über das iranische Atomprogramm führen.

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Zuvor hatte das Staatsfernsehen Aufnahmen von Araghtschi beim Aussteigen aus einem offiziellen Flugzeug der "Islamischen Republik Iran" in Rom gezeigt. Laut dem iranischen Sender werden in Rom "indirekte" Gespräche stattfinden. Die USA hingegen hatten zuvor erklärt, die Verhandlungen würden direkt geführt. Nach der ersten Runde in Omans Hauptstadt Maskat vor einer Woche hatten beide Seiten von "konstruktiven" Gesprächen gesprochen.

Der Iran hatte am Freitag "ernste Zweifel" an den Absichten Washingtons geäußert. "Obwohl wir ernste Zweifel an den Absichten und Motivationen der amerikanischen Seite haben, werden wir auf jeden Fall an den morgigen Verhandlungen teilnehmen", sagte Araghtschi in Moskau bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow.

Am Samstag erklärte ein Außenministeriumssprecher, Teheran sei sich bewusst, "dass es kein einfacher Weg ist, aber wir gehen jeden Schritt mit offenen Augen und stützen uns dabei auch auf die Erfahrungen der Vergangenheit".

2015 hatte der Iran ein internationales Abkommen unterzeichnet, das die Lockerung von Sanktionen im Gegenzug für eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms vorsah. Während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump zogen sich die Vereinigten Staaten jedoch 2018 einseitig aus dem Abkommen zurück und verhängten neue Sanktionen gegen den Iran. Daraufhin zog sich Teheran schrittweise von seinen in dem Abkommen festgehaltenen Verpflichtungen zurück und fuhr die Anreicherung von Uran hoch.

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus drängt Trump auf eine neue Vereinbarung. Er droht dem Iran zugleich für den Fall eines Scheiterns der Gespräche mit einem militärischen Vorgehen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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