Deutsche Tageszeitung - Staatsfernsehen: In Frankreich inhaftierte Iranerin zurück im Iran

Staatsfernsehen: In Frankreich inhaftierte Iranerin zurück im Iran


Staatsfernsehen: In Frankreich inhaftierte Iranerin zurück im Iran
Staatsfernsehen: In Frankreich inhaftierte Iranerin zurück im Iran / Foto: © AFP

Eine in Frankreich inhaftierte Iranerin ist nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens zurück in ihrer Heimat. "Mahdieh Esfandiari, eine palästinensische Aktivistin, ist nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis in Frankreich in den Iran zurückgekehrt", berichtete das Staatsfernsehen am Mittwoch.

Textgröße ändern:

Esfandiaris Freilassung erfolgte eine Woche nach der Rückkehr der französischen Staatsbürger Cécile Kohler und Jacques Paris nach Frankreich, nachdem sie wegen Spionagevorwürfen mehr als drei Jahre in iranischen Gefängnissen verbracht hatten. Die Regierung in Teheran hatte selbst vorgeschlagen, das Paar im Rahmen eines Austauschs gegen Esfandiari freizulassen.

Esfandiari war im Februar vergangenen Jahres in Frankreich wegen Terror-Verherrlichung festgenommen und zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Grundlage des Urteils waren Kommentare Esfandiaris im Internet, in denen sie den Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 gerechtfertigt hatte. Die Iranerin lebte seit 2018 in Frankreich und arbeitete hatte als Übersetzerin.

Kohler und Paris waren 2022 im Iran wegen Spionagevorwürfen verhaftet und im November 2025 nach mehr als drei Jahren in Haft freigelassen worden. Seither hatten sie in der französischen Botschaft unter Hausarrest gestanden, bis sie am 7. April endgültig freigelassen wurden.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Libanon-Konflikt belastet Auftakt US-iranischer Verhandlungen über dauerhaften Frieden

Die Konfrontation zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon hat den Auftakt der Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Iran-Kriegs schwer belastet. Kurz nach Beginn der Gespräche am Sonntag in der Schweiz drohte US-Präsident Donald Trump dem Iran mit neuen Militärangriffen, sollte dieser die Hisbollah nicht zügeln. Die iranische Delegation verließ daraufhin laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna das Hotel, wo die Verhandlungen stattfanden. Irna nannte Trumps Onlinebotschaft "beleidigend".

Staatsmedien: Nach Trumps Drohung verlässt Irans Delegation Verhandlungsort

Nach den neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Militärangriffen auf den Iran hat die iranische Delegation laut Staatsmedien am Sonntag den Ort der Verhandlungen mit der US-Seite in der Schweiz verlassen. Die iranischen Unterhändler hätten das Hotel verlassen, wo die Gespräche stattfanden, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Die Agentur verwies in diesem Zusammenhang auf die Onlinebotschaft Trumps vom Sonntag - dieser hatte Teheran mit Blick auf den Konflikt im Libanon mit neuen Angriffen gedroht.

Regierungspartei von Ministerpräsident Abiy gewinnt Parlamentswahl in Äthiopien

Drei Wochen nach der Parlamentswahl in Äthiopien hat die Wahlkommission des ostafrikanischen Landes die regierende Wohlstands-Partei PP von Ministerpräsident Abiy Ahmed zum klaren Sieger erklärt. Nach der Auszählung aller Stimmen sicherte sich die PP rund 90 Prozent der Sitze im Parlament in Addis Abeba, wie die Wahlkommission am Sonntag mitteilte. Demnach entfielen auf die PP 438 der insgesamt 486 Parlamentssitze.

Pistorius: Trump hat "Korken in die Straße von Hormus gedrückt"

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat US-Präsident Donald Trump die Verantwortung für die anhaltende Krise um die strategisch wichtige Meerenge von Hormus zugewiesen. Letztlich habe Trump "den Korken in die Straße von Hormus reingedrückt", sagte Pistorius am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Aber wir haben ein Interesse daran, ihn wieder rauszuholen", fügte er hinzu. Voraussetzung für einen Bundeswehr-Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge sei unter anderem aber die Zustimmung der Anrainerstaaten Iran und Oman.

Textgröße ändern: