Deutsche Tageszeitung - Dobrindt soll neuer Bundesinnenminister werden

Dobrindt soll neuer Bundesinnenminister werden


Dobrindt soll neuer Bundesinnenminister werden
Dobrindt soll neuer Bundesinnenminister werden / Foto: © AFP

Der bisherige CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt soll neuer Bundesinnenminister werden. Dies gab CSU-Chef Markus Söder am Montag im Parteivorstand bekannt, wie Teilnehmer der Nachrichtenagentur AFP bestätigten. Demnach wird von der CSU außerdem Dorothee Bär Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt und Alois Rainer neuer Bundeslandwirtschaftsminister.

Textgröße ändern:

Dobrindt gilt als Schlüsselfigur im Verhältnis von CDU und CSU. Wie Söder im Vorstand den Teilnehmern zufolge sagte, wird er auch Sprecher der CSU-Bundesminister im Kabinett sein.

Als Staatsminister im Auswärtigen Amt zieht Florian Hahn ins Kabinett ein. Es ist das erste Mal, dass die CSU einen Posten im Außenministerium bekommt - Söder hatte nach den Koalitionsverhandlungen gesagt, damit erfülle sich ein alter Wunsch von Parteilegende Franz Josef Strauß.

Als weitere parlamentarische Staatssekretäre geht Daniela Ludwig ins Bundesinnenministerium, Silke Launert ins Forschungsministerium, Martina Engelhardt-Kopf ins Agrar- und Ulrich Lange ins Verkehrsministerium. Damit besetzt die CSU ihre insgesamt acht Kabinettsposten paritätisch.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

"Klares Zeichen gegen Rechtspopulismus": Freude in Deutschland über Orbans Abwahl

Der Wahlsieg der ungarischen Opposition strahlt weit über Ungarn hinaus. In Deutschland sorgte die Abwahl des autoritären Ministerpräsidenten Victor Orban parteiübergreifend für Erleichterung. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) maß dem Sieg von Oppositionsführer Peter Magyar am Montag internationale Bedeutung bei. "Der Rechtspopulismus hat gestern in Ungarn eine schwere Niederlage erlitten", sagte Merz.

Ungarischer Wahlsieger Magyar kündigt "neue Ära" an

Nach dem Sieg seiner Tisza-Partei bei der Parlamentswahl am Sonntag hat der ungarische Oppositionsführer Peter Magyar den Beginn einer neuen Zeitrechnung in dem mitteleuropäischen Land angekündigt. "Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun um sicherzustellen, dass jetzt tatsächlich eine neue Ära beginnt", sagte Magyar bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Budapest am Montag.

Deutschland veranstaltet Konferenz zu Krieg im Sudan - Hoffen auf humanitäre Hilfe

Drei Jahre nach Beginn des verheerenden Bürgerkriegs im Sudan will die Bundesregierung als Gastgeberin einer internationalen Konferenz Bewegung in die verfahrene Lage bringen. Ziel der Veranstaltung am Mittwoch in Berlin sei es, "die Friedensbemühungen weiter voranzubringen und weitere dringend benötigte humanitäre Mittel für die notleidende Zivilbevölkerung in Sudan zu mobilisieren", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag. Im Sudan spiele sich "die größte humanitäre Katastrophe dieser Welt mit einem unfassbarem Leid" ab.

Trump-Kritik nach Friedensappell - Papst Leo XIV. lehnt Debatte mit US-Präsident ab

Mit einem Appell für Frieden im Nahen Osten hat Papst Leo XIV. den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen. "Ich bin kein großer Fan von Papst Leo", sagte Trump auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews nahe Washington. Der Papst wiederum lehnte am Montag eine Debatte mit Trump ab. "Ich bin kein Politiker", stellte er auf dem Weg nach Algerien klar, wo er eine mehrtägige Afrika-Reise startete.

Textgröße ändern: