Deutsche Tageszeitung - Rutte rechnet mit Einigung auf erhöhte Verteidigungsausgaben bei Nato-Gipfel

Rutte rechnet mit Einigung auf erhöhte Verteidigungsausgaben bei Nato-Gipfel


Rutte rechnet mit Einigung auf erhöhte Verteidigungsausgaben bei Nato-Gipfel
Rutte rechnet mit Einigung auf erhöhte Verteidigungsausgaben bei Nato-Gipfel / Foto: © AFP

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat sich "ziemlich überzeugt" gezeigt, eine Einigung zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben des Bündnisses bis zum Nato-Gipfel Ende Juni zu erreichen. Dies sagte Rutte am Donnerstag vor Journalisten in der italienischen Hauptstadt Rom, wo er an einem Treffen im sogenannten Format Weimar plus teilnahm. Der Nato-Gipfel findet am 24. und 25. Juni in Den Haag statt.

Textgröße ändern:

Der Gastgeber des Treffens in Rom, der italienische Außenminister Antonio Tajani, sagte, er sei "sehr glücklich" mit Ruttes Plänen. "Für Italien ist es wichtig, mehr auszugeben, aber wir brauchen mehr Zeit, zehn Jahre." Bis dahin sei es "mehr oder weniger möglich", das Ziel zu erreichen. Italien gibt derzeit 1,5 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aus.

Der Vorschlag Ruttes sieht vor, dass die Nato-Länder bis zum Jahr 2032 mindestens 3,5 Prozent ihres BIP für Verteidigungsausgaben und 1,5 Prozent des BIP für verteidigungsrelevante Infrastruktur aufwenden müssen. Dies würde zusammengenommen den von US-Präsident Donald Trump geforderten fünf Prozent des BIP entsprechen.

An dem Weimar-Plus-Treffen in Rom nimmt für Deutschland Außenminister Johann Wadephul (CDU) teil. Neben Rutte und der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas sind auch die Außenminister Frankreichs, Polens, Italiens, Großbritanniens und Spaniens sowie der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha vor Ort. Sie beraten über die weitere Unterstützung der Ukraine im russischen Angriffskrieg sowie die Stärkung der europäischen Verteidigung.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Stephen Miller übernimmt nach republikanischer Wahlniederlage Trumps Stabsführung

Nach der krachenden Wahlniederlage der Republikaner hat US-Präsident Donald Trump am Freitag seine Stabschefin Susie Wiles entlassen . Bereits am Montag soll ihr bisheriger Stellvertreter Stephen Miller die Leitung des Weissen Hauses übernehmen.

USA setzen Millionenbelohnung für Hinweise zu Irans Atomprogramm aus

Ausserdem sollen Hinweisgeber die Aussicht auf eine «mögliche Umsiedlung bekommen», wie es auf einer Webseite der US-Regierung heisst. Von Interesse seien Informationen über Anlagen, Ausrüstung und beteiligtes Personal wie Wissenschaftler sowie über Material, das weggeschafft worden sei.

Demokraten in Texas: Neue Hoffnung für das Gesundheitswesen nach historischem Wahlsieg

Mit dem Sieg von Gouverneurin Gina Hinojosa haben die Demokraten in Texas nach drei Jahrzehnten die Kontrolle zurückerlangt. Die neue Führung sieht sich nun mit der dringenden Aufgabe konfrontiert, die katastrophale Versorgungslage zu verbessern, während nur zwei Monate bis zur Legislaturperiode bleiben und republikanische Mehrheiten im Senat blockieren könnten.

Trump ernennt Stephen Miller zum Stabschef nach Midterm-Verlusten

US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum nächsten Stabschef im Weißen Haus ernannt. Die Entscheidung fällt kurz nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren haben. Miller folgt auf Susie Wiles, die ihren Rücktritt eingereicht hat.

Textgröße ändern: