Deutsche Tageszeitung - Netanjahu: Israel wird Bedrohung durch iranische Raketensysteme beseitigen

Netanjahu: Israel wird Bedrohung durch iranische Raketensysteme beseitigen


Netanjahu: Israel wird Bedrohung durch iranische Raketensysteme beseitigen
Netanjahu: Israel wird Bedrohung durch iranische Raketensysteme beseitigen / Foto: © POOL/AFP

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Zerstörung iranischer Raketensysteme angekündigt. "Wir sind dabei, diese Bedrohung zu beseitigen", sagte Netanjahu am Donnerstag vor Journalisten in Beerscheba in Südisrael mit Blick auf das ballistische Raketensystem des Iran. Außerdem werde Israel die nukleare Bedrohung aus dem Iran beseitigen.

Textgröße ändern:

Indes warnte der iranische Wächterrat, eine wichtige politische Institution des Iran, die USA vor einer Einmischung in den Krieg. "Die kriminelle US-Regierung und ihr dummer Präsident müssen wissen, dass sie eine heftige Antwort des Iran erfahren werden, falls sie einen Fehler machen und gegen den Iran zur Tat schreiten", hieß es in einer im iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung des Rats.

Für den Norden Israels gab es am Donnerstagnachmittag vorübergehend Luftalarm. Die Menschen durften die Luftschutzräume aber nach etwa 20 Minuten wieder verlassen.

Am frühen Donnerstagmorgen war das Soroka-Krankenhaus in Beerscheba von einem iranischen Raketenangriff getroffen worden. 40 Menschen wurden dabei nach Angaben der Klinikleitung verletzt. Später am Tag besuchte Netanjahu die Klinik. Derweil flog die israelische Luftwaffe neue Angriffe auf die Atomanlage Natans und einen "inaktiven Kernreaktor" in Arak.

Israel hatte am vergangenen Freitag einen Großangriff auf den Iran gestartet und bombardiert seitdem insbesondere Atomanlagen und militärische Einrichtungen in dem Land. Erklärtes Ziel Israels ist die Zerstörung des iranischen Atomprogramms. Der Iran attackiert Israel seitdem mit Raketen und Drohnen.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Frankreich verlängert Treibstoff-Hilfen für Bauern und Fischer

Angesichts der hohen Treibstoffpreise hat Frankreich seine Hilfen für Fischer, Landwirte und Bauunternehmen bis zum Jahresende verlängert. "Ziel ist es, Beschäftigung und Wachstum zu fördern", sagte Premierminister Sébastien Lecornu am Mittwochabend. Die Hilfen für Fischer sollen von derzeit 25 Cent pro Liter auf 35 Cent angehoben werden. "Das ist nur Augenwischerei", sagte Ange Natoli, ein Fischer aus dem südfranzösischen Küstenort Martigues. Damit lasse sich der Preisanstieg beim Treibstoff nicht ausgleichen.

Paris begrüßt engere Beziehungen zwischen der EU und Kanada

Frankreich hat die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagene Annäherung der EU an Kanada begrüßt. "Es ist unsere Aufgabe, immer engere Beziehungen zu Kanada zu knüpfen", sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Donnerstag dem Nachrichtensender LCI. Das von von der Leyen erwähnte Vorhaben einer "assoziierten Mitgliedschaft" müsse allerdings noch näher besprochen und analysiert werden, fügte er hinzu.

Forsa weist Zweifel von Merz-Sprecher an Seriosität von Umfragen zurück

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat Zweifel des Sprechers von Kanzler Friedrich Merz (CDU) an der Seriosität seiner Umfragen zurückgewiesen. Die Kritik "an der Arbeit seriöser Institute ist unberechtigt", sagte Forsa-Gründer Manfred Güllner dem Portal The Pioneer nach Angaben vom Donnerstag. Wer Umfragen pauschal diskreditiere, ignoriere ihre demokratische Funktion. Er empfahl der von Merz geführten Regierung, "die große Unzufriedenheit der Bundesbürger mit seiner bisherigen Arbeit ernst zu nehmen".

Unionsfranktionschef Frei nimmt Merz in Schutz

Unionsfraktionschef Thorsten Frei hat Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) vor innerparteilicher Kritik in Schutz genommen. "Wer glaubt, dass wir mit Personaldebatten irgendeines der drängenden Probleme dieser Zeit lösen, befindet sich auf einem Irrweg", sagte Frei dem "Spiegel" laut Mitteilung vom Donnerstag. Er gehe fest davon aus, dass Merz Ende des Jahres noch Kanzler sein werde.

Textgröße ändern: