Deutsche Tageszeitung - Drei Tote bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon

Drei Tote bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon


Drei Tote bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon
Drei Tote bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon / Foto: © AFP

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon hat es nach libanesischen Angaben drei Tote gegeben. Ein Mann sei am Samstag bei einem Drohnenangriff auf ein Auto in Kunin getötet worden, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium. Bei einem weiteren Angriff auf ein Motorrad in Mahruna in der Nähe der Stadt Tyros seien ein Mann und eine Frau getötet worden. Das Ministerium meldete zudem insgesamt zwei Verletzte.

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Die israelische Armee erklärte in der Nacht zu Sonntag, bei einem Angriff in der Gegend von Mahruna sei der "Terrorist Abbas al-Hassan getroffen und eliminiert" worden. Er sei für die Informationsbeschaffung im Hisbollah-Bataillon Radwan verantwordlich und an den Bemühungen um einen Wiederaufbau der Hisbollah sowie Waffentransporten beteiligt gewesen. "Diese Aktivitäten stellen einen krassen Verstoß gegen die Vereinbarungen zwischen Israel und dem Libanon dar", erklärte die Armee.

Zuvor hatte die Armee bereits erklärt, bei dem Angriff in Kunin sei "der Terrorist Hassan Mohammed Hammudi eliminiert" worden, der während des Kriegs gegen die Hisbollah für Angriffe mit Panzerabwehrraketen auf israelisches Gebiet verantwortlich gewesen sei.

Am Freitag waren bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon nach libanesischen Angaben eine Frau getötet und 25 weitere Menschen verletzt worden. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, die Frau sei bei einem Drohnenangriff auf eine Wohnung in der Stadt in Nabatiyeh getötet worden.

Der israelische Armeesprecher Avichay Adraee erklärte dagegen, die Armee habe "keine zivilen Gebäude angegriffen". Ihr Angriff habe vielmehr der Hisbollah gegolten. Dabei sei eine vor Ort gelagerte Rakete explodiert, so dass die Frau gestorben sei.

Hisbollah-Chef Naim Kassem sagte am Samstag in einer Fernsehansprache, seine Miliz habe sich an die Waffenruhe gehalten, Israel hingegen nicht. Dies sei "vollkommen inakzeptabel". Der libanesische Staat müsse nun Druck ausüben und seiner Verantwortung gerecht werden.

Am Freitag hatte es laut NNA auch mehrere schwere Angriff in der Umgebung von Nabatijeh gegeben, bei denen sieben Menschen verletzt wurden. Die israelische Armee erklärte, sie habe "im Vorfeld unternommene Wiederaufbauversuche der Hisbollah festgestellt und Terror-Infrastrukturanlagen in der Region angegriffen".

Die Hisbollah hatte unmittelbar nach dem Beginn des durch den Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel ausgelösten Gaza-Krieges im Oktober 2023 mit verstärktem Raketenbeschuss auf Israel begonnen. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen auf Ziele im Libanon und einer Bodenoffensive. Ende November 2024 trat eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft.

Israel greift dennoch immer wieder Ziele in dem Nachbarland an und begründet dies mit Verstößen gegen die Waffenruhe durch die Hisbollah. Die israelische Armee nimmt dabei nach eigenen Angaben Kämpfer und Infrastruktur der vom Iran unterstützten Miliz ins Visier.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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