Deutsche Tageszeitung - UN-Generalsekretär verurteilt Eskalation russischer Luftangriffe auf Ukraine

UN-Generalsekretär verurteilt Eskalation russischer Luftangriffe auf Ukraine


UN-Generalsekretär verurteilt Eskalation russischer Luftangriffe auf Ukraine
UN-Generalsekretär verurteilt Eskalation russischer Luftangriffe auf Ukraine / Foto: © AFP

UN-Generalsekretär António Guterres hat die jüngste dramatische Verschärfung der russischen Luftangriffe auf die Ukraine verurteilt. Guterres sei "alarmiert von dieser gefährlichen Eskalation und der wachsenden Zahl ziviler Opfer", erklärte am Samstag dessen Sprecher Stéphane Dujarric. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angedeutet, dass er zu strikteren US-Sanktionen gegen Russland bereit sein könnte.

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Russland hatte in der Nacht zum Freitag die Ukraine mit den schwersten nächtlichen Angriffen seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 überzogen. Dabei wurden nach ukrainischen Angaben 550 Geschosse eingesetzt, darunter 539 Drohnen.

Die massive Angriffswelle kam wenige Stunden nach einem Telefonat zwischen Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin. Der US-Präsident, der sich seit seinem Amtsantritt im Januar um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs bemüht, zeigte sich am Freitag "sehr unglücklich" über den Verlauf des Gesprächs - sein bereits sechstes Telefonat mit Putin seit seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus.

Putin wolle aufs Ganze gehen, "einfach weiter Menschen töten, das ist nicht gut", sagte Trump im Gespräch mit Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Der US-Präsident betonte zugleich: "Wir sprechen viel über Sanktionen." Mit Blick auf Putin fügte er hinzu: "Er versteht, dass sie (die Sanktionen) kommen könnten."

In den bisherigen knapp sechs Monaten seiner Amtszeit hatte Trump noch auf die Verhängung neuer Strafmaßnahmen gegen Moskau wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verzichtet. Vielmehr hatte er sich Moskau angenähert und eine distanzierte Haltung gegenüber der Ukraine eingenommen.

UN-Sprecher Dujarric teilte am Samstag mit, dass Generalsekretär Guterres "die jüngste Serie von umfassenden Drohnen- und Raketenangriffen durch die Russisch Föderation scharf verurteilt". Angriffe auf Zivilisten und die zivile Infrastruktur seien durch das Völkerrecht verboten und "müssen unverzüglich aufhören".

Die russischen Luftangriffe waren auch in der Nacht zum Samstag weitergegangen: Dabei wurden nach ukrainischen Behördenangaben in verschiedenen Teilen der Ostukraine durch Drohnen- und Artilleriebeschuss mindestens zwei Menschen getötet und rund 30 weitere verletzt.

Trump hatte am Freitag auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) telefoniert. Das Gespräch mit Selenskyj bezeichnete Trump als "sehr strategisch", ohne dazu konkretere Angaben zu machen. Selenskyj erklärte seinerseits, beide Präsidenten hätten vereinbart, daran zu arbeiten, die ukrainische Luftabwehr zu "verstärken". Das Telefonat erfolgte inmitten ukrainischer Befürchtungen, dass die US-Militärhilfe nachlassen könnte.

Bei dem Telefonat mit Merz sei es um eine Lieferung von Patriot-Abwehrraketen an die Ukraine gegangen, sagte Trump den Reportern in der Air Force One. Er habe dazu noch nichts entschieden, fügte der US-Präsident hinzu. Merz sei der Meinung, die Ukrainer "müssen geschützt werden". Trump lobte den Kanzler im Übrigen als "starken Kerl" und "sehr klugen Mann".

dja/ju

La nuit précédente, la Russie avait envoyé 550 engins, dont 539 drones et des missiles, en particulier contre Kiev. Selon l'armée de l'air ukrainienne, il s'agissait du "plus grand nombre" de drones jamais utilisé en une seule attaque par la Russie depuis 2022.

(B.Izyumov--DTZ)

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