Deutsche Tageszeitung - Weißes Haus: Trump will mit Rutte über möglichen Nato-Austritt diskutieren

Weißes Haus: Trump will mit Rutte über möglichen Nato-Austritt diskutieren


Weißes Haus: Trump will mit Rutte über möglichen Nato-Austritt diskutieren
Weißes Haus: Trump will mit Rutte über möglichen Nato-Austritt diskutieren / Foto: © AFP/Archiv

Nach Angaben des Weißen Hauses will US-Präsident Donald Trump bei seinem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch über einen möglichen Austritt aus der Allianz diskutieren. "Ich denke, es ist etwas, das der Präsident in ein paar Stunden mit Generalsekretär Rutte besprechen wird", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, in Washington. Trump wolle "ein sehr offenes und ehrliches Gespräch" mit Rutte führen.

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Sie wiederholte Trumps Vorwurf, die Verbündeten hätten die USA im Iran-Krieg im Stich gelassen. Die Nato habe den Vereinigten Staaten "in den vergangenen sechs Wochen den Rücken gekehrt", sagte Leavitt. Die Nato sei getestet worden, und sie habe "versagt".

Der US-Präsident hatte sich wiederholt verärgert darüber gezeigt, dass die europäischen Verbündeten den USA nicht bei der Öffnung der Straße von Hormus helfen wollten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) deutete inzwischen eine Kehrtwende an. Er sagte nach Bekanntgabe der Feuerpause zwischen den USA und dem Iran, Deutschland werde "in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten." Inwieweit sich die Bundeswehr beteiligen könnte, blieb aber offen.

Trump und sein Außenminister Marco Rubio hatten angekündigt, die Nato-Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Iran-Krieges überdenken zu wollen. Rutte zeigte danach Verständnis für beide Seiten. Der Niederländer gilt als Vermittler zwischen Trump und dem Rest der Allianz.

Nach Angaben einer Nato-Sprecherin wollen Rutte und Trump auch "die aktuelle Sicherheitslage" erörtern, "einschließlich im Kontext des Iran sowie des andauernden Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine". Weiteres Thema ist demnach die Vertiefung der transatlantischen Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie.

(V.Sørensen--DTZ)

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