Deutsche Tageszeitung - Vance warnt den Iran: USA haben nie Waffenruhe im Libanon zugesagt

Vance warnt den Iran: USA haben nie Waffenruhe im Libanon zugesagt


Vance warnt den Iran: USA haben nie Waffenruhe im Libanon zugesagt
Vance warnt den Iran: USA haben nie Waffenruhe im Libanon zugesagt / Foto: © POOL/AFP

US-Vizepräsident JD Vance hat den Iran davor gewarnt, die vereinbarte Waffenruhe wegen der israelischen Angriffe auf den Libanon scheitern zu lassen. Die USA hätten nie zugesagt, den Libanon in die Feuerpause einzubeziehen, sagte Vance am Mittwoch zum Abschluss seiner Reise nach Budapest. Es habe in der Frage offenbar "ein Missverständnis" gegeben.

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"Ich glaube, die Iraner dachten, dass der Waffenstillstand den Libanon mit einschließt, und das war einfach nicht der Fall. Dieses Versprechen haben wir nie gegeben", sagte Vance. Wenn die Iraner die Verhandlungen wegen dieser Frage scheitern ließen, sei es "letztlich ihre Entscheidung", fügte er hinzu.

Zugleich rief Vance den Iran auf, die Straße von Hormus wie zugesagt für Öltanker zu öffnen. Sollten die Iraner "ihren Teil der Abmachung brechen, dann werden sie ernsthafte Konsequenzen zu spüren bekommen", drohte er.

Der Iran hatte die Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen der Waffenruhe-Vereinbarung mit den USA zugesagt. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars war die Durchfahrt von Öltankern zuletzt aber "vollständig unterbrochen". Als Grund nannte die Agentur den erneuten israelischen Angriff auf den Libanon. Dieser sei "ein Verstoß gegen die Waffenruhe".

Vance soll ab Freitag für die US-Seite die direkten Gespräche mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad leiten. Unklar ist derzeit, ob es dazu kommt. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nannte die Verhandlungen "unsinnig". Er warf den USA und Israel vor, gegen die Vereinbarungen zu verstoßen und begründete dies unter anderem mit den erneuten israelischen Angriffen.

(W.Uljanov--DTZ)

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