Deutsche Tageszeitung - Aktivisten protestieren vor Treffen der Landwirtschaftsminister in Berlin

Aktivisten protestieren vor Treffen der Landwirtschaftsminister in Berlin


Aktivisten protestieren vor Treffen der Landwirtschaftsminister in Berlin
Aktivisten protestieren vor Treffen der Landwirtschaftsminister in Berlin / Foto: © AFP

Vor einem Treffen der Landwirtschaftsminister der Bundesländer in Berlin haben Aktivisten für einen stärkeren Fokus auf ökologischen Landbau in der EU-Agrarpolitik demonstriert. "Ausgerechnet die Bäuerinnen und Bauern, die bereits heute besonders ressourcenschonend wirtschaften und ihre Tiere besonders artgerecht halten, werden wirtschaftlich geschwächt", erklärte das Bündnis "Wir haben es satt" am Donnerstag. Das werde durch eine "extrem ungerechte" Verteilung von Geldern verstärkt.

Textgröße ändern:

Anlass des Protests ist die Agrarministerkonferenz (AMK), die am Donnerstag in der nordrhein-westfälischen Landesvertretung in Berlin stattfindet. Dort wollen die Minister der Länder zusammen mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU beraten. Auf Videos im Onlinedienst Instagram war zu sehen, wie ein paar Dutzend Aktivisten vor dem Veranstaltungsort mit Plakaten, einem Traktor und einer Planiermaschine protestierten.

"Wir fordern die AMK auf, einen Plan für die deutsche Position zur GAP ab 2028 zu beschließen, der eine nachhaltige Transformation anstrebt und damit langfristige Ernährungssouveränität gewährleistet", erklärte der Präsident des an "Wir haben es satt!" beteiligten Bioverbandes Bioland, Jan Plagge. "Gesellschaftliche Leistungen für Umwelt-, Klima- und Tierschutz müssen viel stärker als bisher einkommenswirksam ausgestaltet werden."

Ökoregelungen müssten ausgebaut werden und sich zudem für die Bauern lohnen, erklärten die Aktivisten. Sie fordern auch gerechte Erzeugerpreise sowie eine andere Ausgestaltung der Fördergelder. Dabei gelte nach wie vor das Motto: "Wer viel Land hat, bekommt viele Fördermittel", führte das Bündnis aus. Gelder sollte es den Aktivisten zufolge stattdessen "für gute ökologische, soziale und Tierschutzstandards" geben.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

CDU und SPD in Rheinland-Pfalz nehmen Koalitionsverhandlungen auf

Zweieinhalb Wochen nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben sich CDU und SPD auf die Aufnahme von Koalitionsgesprächen geeinigt. Ein gemeinsam erarbeitetes Sondierungspapier werde dabei als "Fundament" dienen, sagte CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder am Mittwoch bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem noch amtierenden Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) vor Journalisten in Mainz. CDU und SPD würden nun in den kommenden Tagen und Wochen "weiterverhandeln".

Linken-Politiker Pellmann: Deutschland muss alle US-Stützpunkte schließen

Linken-Fraktionschef Sören Pellmann hat nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran drastische Schritte der Bundesregierung gefordert. Es müssten "jetzt dringender denn je alle US-Militärstützpunkte in Deutschland geschlossen werden", sagte Pellmann am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Trump führt seinen Krieg auch von deutschem Boden aus. Wer das nach dieser Eskalation weiter zulässt, trägt bewusst Mitverantwortung für die Folgen."

Rubio: Im Irak verschleppte US-Journalistin ist wieder frei

Die im Irak verschleppte US-Journalistin Shelly Kittleson ist nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio wieder freigelassen worden. "Wir sind erleichtert, dass diese US‑Bürgerin jetzt frei ist, und arbeiten daran, ihre sichere Ausreise aus dem Irak zu unterstützen", erklärte Rubio am Dienstag (Ortszeit) mit Blick auf Kittleson. Zuvor hatten die mutmaßlichen Entführer der Journalistin, die einflussreiche paramilitärische Miliz Katajeb Hisbollah, ihre Freilassung angekündigt.

Zahl der von Armut bedrohten Mieter weiter angestiegen

Die Zahl der von Armut bedrohten Mieterinnen und Mieter ist weiter angestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die das BSW erfragte und die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlagen. Demnach stieg die Armutsquote von Mieterinnen und Mietern von 22,4 Prozent im vergangenen Jahr auf 23,6 Prozent im Jahr 2026 an. 2024 hatte sie noch bei 20,4 Prozent gelegen.

Textgröße ändern: