Deutsche Tageszeitung - Arbeitsministerin Bas verteidigt Rentenpläne der Koalition

Arbeitsministerin Bas verteidigt Rentenpläne der Koalition


Arbeitsministerin Bas verteidigt Rentenpläne der Koalition
Arbeitsministerin Bas verteidigt Rentenpläne der Koalition / Foto: © AFP/Archiv

Vor der Debatte über den Haushalt für Arbeit und Soziales im Bundestag hat Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) die Pläne der Koalition für die Rente verteidigt. Das Rentenniveau zu stabilisieren, sei wichtig "für die Menschen, die jetzt bald in Rente gehen", sagte Bas am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Die geplante Ausweitung der Mütterrente sei "auch eine Frage der Gerechtigkeit".

Textgröße ändern:

Bas führte aus, dass eine Kommission Vorschläge erarbeiten solle, wie eine "den Lebensstandard sichernde Rente über drei Säulen" aussehen könne - also gesetzliche Rente, betriebliche und private Altersvorsorge. Auf die Frage, ob das Renteneintrittsalter erhöht werden solle, antwortete Bas, sie sei "für alles offen". Sie wolle aber auch, dass Abgeordnete, Selbstständige und Beamte irgendwann mal in das System einzahlten.

Zur Frage, ob die Rentenpläne aus Furcht vor dem Zorn der Boomergeneration entstanden seien, sagte Bas: "Nee." Sie müsse dafür sorgen, dass "Menschen, wenn sie lange gearbeitet haben, auch von ihrer Rente leben können".

Bei den Leistungen für Arbeitslose wies Bas darauf hin, dass im Koalitionsvertrag vereinbart sei, sich die Zuzahlungen für Mieten anzuschauen. Geprüft werden solle, ob es um ortsübliche Mieten gehe und es Grenzen geben könne.

Ob die Ersparnisse aber so hoch seien wie geschätzt, "würde ich anzweifeln", fügte die Ministerin hinzu. Zuvor hatte Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) vorgeschlagen, die Miete im ersten Jahr der Arbeitslosigkeit nicht mehr zu übernehmen, wenn sie eine bestimmte Höhe übersteigt.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Rubio: Im Irak verschleppte US-Journalistin ist wieder frei

Die im Irak verschleppte US-Journalistin Shelly Kittleson ist nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio wieder freigelassen worden. "Wir sind erleichtert, dass diese US‑Bürgerin jetzt frei ist, und arbeiten daran, ihre sichere Ausreise aus dem Irak zu unterstützen", erklärte Rubio am Dienstag (Ortszeit) mit Blick auf Kittleson. Zuvor hatten die mutmaßlichen Entführer der Journalistin, die einflussreiche paramilitärische Miliz Katajeb Hisbollah, ihre Freilassung angekündigt.

Zahl der von Armut bedrohten Mieter weiter angestiegen

Die Zahl der von Armut bedrohten Mieterinnen und Mieter ist weiter angestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die das BSW erfragte und die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlagen. Demnach stieg die Armutsquote von Mieterinnen und Mietern von 22,4 Prozent im vergangenen Jahr auf 23,6 Prozent im Jahr 2026 an. 2024 hatte sie noch bei 20,4 Prozent gelegen.

Trump: Einigung mit dem Iran ist "totaler und vollständiger Sieg" für die USA

Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ein "totaler und vollständiger Sieg" für Washington. "100 Prozent, daran besteht kein Zweifel" sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP. Teheran hatte sich im Gegenzug für die Feuerpause bereiterklärt, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen.

Israel: Feuerpause im Iran-Krieg gilt nicht für den Libanon

Die zwischen Washington und Teheran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg gilt nach Angaben der israelischen Regierung nicht für den Libanon. Israel unterstütze zwar die Feuerpause im Iran, diese umfasse jedoch "nicht den Libanon", erklärte das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Zuvor hatte der Vermittler Pakistan erklärt, die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten einschließlich des Libanon.

Textgröße ändern: