Deutsche Tageszeitung - Mietentwicklung: Stärkste Anstiege 2024 in Städten in Rheinland-Pfalz und Bayern

Mietentwicklung: Stärkste Anstiege 2024 in Städten in Rheinland-Pfalz und Bayern


Mietentwicklung: Stärkste Anstiege 2024 in Städten in Rheinland-Pfalz und Bayern
Mietentwicklung: Stärkste Anstiege 2024 in Städten in Rheinland-Pfalz und Bayern / Foto: © AFP/Archiv

Bei den Städten mit den höchsten Mietsteigerungen haben im vergangenen Jahr die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Bayern vorn gelegen. Wie aus einer Antwort des Bauministeriums auf eine Linken-Anfrage hervorgeht, verzeichnete Zweibrücken in der Pfalz mit 15,9 Prozent Teuerung zum Vorjahr den höchsten Anstieg, gefolgt von Schweinfurt in Bayern und Pirmasens in Rheinland-Pfalz mit jeweils 13,4 Prozent. Zuerst hatte die "Frankfurter Rundschau" am Montag darüber berichtet.

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Auch die folgenden Plätze gehen mit Kaiserslautern (12,6 Prozent), Rosenheim (12,3 Prozent) und Schwabach (11,9 Prozent) nach Rheinland-Pfalz beziehungsweise Bayern. Danach folgen Offenbach am Main in Hessen und das sächsische Leipzig mit einem Anstieg von jeweils 11,3 Prozent. Auch die hessische Metropole Frankfurt am Main (11,1 Prozent) und Brandenburg an der Havel (10,9 Prozent) schaffen es in die Top Ten.

Für die Antwort wurden Angebotsmieten von im Internet inserierten Wohnungen zwischen 40 und 100 Quadratmetern Größe ausgewertet. Aus den Daten ergibt sich auch, dass Zweibrücken mit 7,63 Euro nettokalt zugleich deutlich unter dem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 11,17 Euro liegt. Deutlich darüber liegt Frankfurt am Main mit 16,19 Euro. Große kreisfreie Großstädte führen hier mit im Schnitt 14,91 Euro das Feld an, günstiger war der Quadratmeter vergangenes Jahr in dünn besiedelten ländlichen Kreisen mit 8,48 Euro.

Im Bundesschnitt wurden die angebotenen Mietpreise im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent angehoben, wie aus der Anfrage weiter hervorgeht. Die Linken-Politikerin Caren Lay beklagte, dass die Mietenkrise nicht nur die Ballungszentren betreffe: "Längst sind auch Kleinstädte und ländliche Regionen betroffen."

Da Löhne nicht in gleichem Maße stiegen, bedeuteten die Mietsteigerungen "die Verarmung von Mieterinnen und Mietern mit geringen Einkommen und eine Überlastung bis in die Mittelschicht hinein". Daher brauche es einen "bundesweiten Mietendeckel mit kommunalen Mietobergrenzen", forderte Lay.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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