Deutsche Tageszeitung - Banaszak zu Nietzard: Wünsche mir weiter Grüne Jugend als kritische Kraft

Banaszak zu Nietzard: Wünsche mir weiter Grüne Jugend als kritische Kraft


Banaszak zu Nietzard: Wünsche mir weiter Grüne Jugend als kritische Kraft
Banaszak zu Nietzard: Wünsche mir weiter Grüne Jugend als kritische Kraft / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Ankündigung des Rückzugs der Grünen-Politikerin Jette Nietzard von der Spitze der Grünen Jugend hat sich Parteichef Felix Banaszak für eine weiterhin kritische und zugleich konstruktive Jugendorganisation ausgesprochen. "Ich würde mir wünschen, dass die Grüne Jugend weiter eine kritische Kraft in der grünen Familie bleibt", sagte er am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk. "Eine Jugendorganisation, die einfach nur applaudiert, was der Parteivorstand macht, das wäre ja elendig langweilig."

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Die Frage sei aber, ob ein Modus gelinge, "dass man konstruktiv miteinander darüber diskutiert, was der richtige Kurs ist", fügte Banaszak an. Nietzard hatte am Dienstag erklärt, nicht erneut für ihr Amt zu kandidieren. Als Grund nannte sie unter anderem mangelnden Rückhalt in der Partei. Sie habe versucht, "eine linke Hoffnung, eine linke Stimme in den Grünen zu sein", sei aber mit ihrem Weg an Grenzen gestoßen.

Sie sei von führenden Parteimitgliedern ausgebuht, angeschrien und zum Rücktritt aufgefordert worden, hatte Nietzard weiter erklärt und dabei auch die Grünen-Spitze kritisiert. Diese schaffe es nicht, "dass diese Anfeindungen enden". Bis zu einer Neuwahl im Oktober will sie aber Bundessprecherin bleiben.

Banaszak sagte dazu im Deutschlandfunk, er könne sich "an keine Situation des Ausbuhens erinnern". Wer jedoch "sehr wortgewaltig seine eigene Position und auch seine eigene Person in die Öffentlichkeit bringt, wird dann auch in einer internen Sitzung mal ein Wort des Widerspruchs hören", fuhr er fort. "Das Verhältnis zwischen Grüner Jugend und Grüner Partei ist immer ein spannungsvolles."

Mit ihren teilweise kontroversen Aussagen und Aktionen stand die Grüne-Jugend-Chefin immer wieder in der Kritik. So wurde sie zum Beispiel erst im Mai stark für einen Instagram-Beitrag kritisiert, auf dem sie einen Pullover mit einem polizeifeindlichen Slogan trug.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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