Deutsche Tageszeitung - Wadephul fliegt zu zweitägigem Besuch nach Israel und ins Westjordanland

Wadephul fliegt zu zweitägigem Besuch nach Israel und ins Westjordanland


Wadephul fliegt zu zweitägigem Besuch nach Israel und ins Westjordanland
Wadephul fliegt zu zweitägigem Besuch nach Israel und ins Westjordanland / Foto: © AFP/Archiv

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) fliegt am Donnerstag zu einem zweitägigen Besuch nach Israel und ins Westjordanland. In Israel werde Wadephul Gespräche mit seinem Kollegen Gideon Saar führen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch in Berlin. Im Zentrum der Gespräche werde die "humanitäre Katastrophe in Gaza stehen", sagte der Sprecher weiter. Am Freitag werde Wadephul "Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Vereinten Nationen in Jerusalem" über die humanitäre Situation im Gazastreifen führen.

Textgröße ändern:

In Ramallah im besetzten Westjordanland plant Wadephul den Angaben zufolge ein Treffen mit Vertretern der palästinensischen Autonomiebehörde. Der Besuch sei Teil der Bemühungen der Bundesregierung, die "intensive Diplomatie in der Region fortzusetzen".

Dabei gehe es darum, "Bemühungen für einen Waffenstillstand zu unterstützen und Planungen für den Tag danach in Gaza voranzutreiben", sagte der Sprecher weiter. "Auch die sich zuspitzende Lage im Westjordanland und die drohenden Annexionspläne Israels werden demnach im Fokus der Reise stehen." Wadephul werde am Freitag zurückreisen und dem Sicherheitskabinett der Bundesregierung "vom Inhalt seiner Reise berichten".

Das Sicherheitskabinett hatte am Montag beschlossen, dass Deutschland gemeinsam mit Jordanien eine Luftbrücke zur Versorgung des Gazastreifens einrichtet.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Taiwan: China dringt erstmals in Gewässer um Taiping-Insel ein

China ist nach Angaben aus Taiwan erstmals mit Schiffen in die Gewässer um die Insel Taiping im Südchinesischen Meer eingedrungen. Zwei chinesischen Schiffe seien durch die "verbotenen" Gewässer um die von Taiwan beanspruchte Insel gefahren, teilte die taiwanische Küstenwache am Donnerstag mit. Die Schiffe hätten sich dort 15 Minuten lang aufgehalten, bevor sie von der Küstenwache vertrieben worden seien.

Haßelmann an Merz: Reißen Sie sich zusammen - "die Leute fühlen sich verarscht"

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit scharfen Worten dazu aufgefordert, seiner Regierungsverantwortung nachzukommen. "Reißen Sie sich zusammen, liefern Sie, begegnen Sie den Menschen mit Respekt", sagte sie am Donnerstag im Bundestag angesichts der gewaltigen Reformen, die das Land benötige. "Die Leute fühlen sich verarscht", rief sie ins Plenum. Denn die Kürzungsbemühungen würden auf ihrem Rücken ausgetragen.

Ukrainisches Akw Saporischschja erneut von äußerer Stromversorgung abgeschnitten

Das russisch kontrollierte Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine ist durch einen Angriff in der Nacht zum Donnerstag erneut von der Stromversorgung von außen abgeschnitten worden. Ein Reserveumspannwerk sei getroffen worden, erklärte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien im Onlinedienst X.

AfD-Chefin Weidel rechnet mit Merz ab: "Abgesang eines Gescheiterten"

AfD-Ko-Chefin Alice Weidel hat die Debatte über die Regierungserklärung von Friedrich Merz für eine Generalabrechnung mit dem Bundeskanzler genutzt. "Diese Regierungserklärung war der Abgesang eines Gescheiterten", sagte Weidel am Donnerstag im Bundestag. Sie warf dem Kanzler und der Bundesregierung eine verfehlte Wirtschafts- und Migrationspolitik vor. Mit ihrer Sozialpolitik betreibe die Regierung "Verachtung der Deutschen".

Textgröße ändern: