Deutsche Tageszeitung - Chef von US-Militärgeheimdienst DIA gefeuert

Chef von US-Militärgeheimdienst DIA gefeuert


Chef von US-Militärgeheimdienst DIA gefeuert
Chef von US-Militärgeheimdienst DIA gefeuert / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

In den USA setzt sich die Serie von Entlassungen ranghoher Militärvertreter unter Präsident Donald Trump und seinem Verteidigungsminister Pete Hegseth fort. Wie ein US-Regierungsvertreter am Freitag (Ortszeit) sagte, verliert der Chef des Militärgeheimdienstes DIA, Generalleutnant Jeffrey Kruse, seinen Posten. Kruse werde "nicht länger als DIA-Direktor dienen". Eine Begründung nannte der Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, nicht.

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Der Geheimdienst hatte im Juni mit einer Analyse zu den US-Luftangriffen auf iranische Atomanlagen die Trump-Regierung verärgert. Der militärische Nachrichtendienst - mit englischem Namen Defense Intelligence Agency - war in einer geheimen, aber öffentlich gewordenen ersten Einschätzung zu dem Schluss gekommen, die Luftangriffe hätten das iranische Atomprogramm lediglich um einige Monate zurückgeworfen. Trump dagegen erklärte, die angegriffenen Atomanlagen seien "vollständig zerstört" worden.

Nun wurde DIA-Chef Kruse gefeuert. Ebenfalls am Freitag wurde die Entlassung der bisherigen Chefin der Reserve der US-Marine, Vize-Admiralin Nancy Lacore, und des Leiters des Marinekommandos für Spezialeinsätze, Konteradmiral Milton Sands, bekannt.

Seit Trumps Amtsantritt im Januar sind zahlreiche hochrangige Militärs und Geheimdienstvertreter gefeuert worden. So traf es im Februar US-Generalstabschef Charles "CQ" Brown. Entlassen wurden im Laufe der Monate auch der Chef des Nachrichtendienstes NSA, General Timothy Haugh, sowie die Spitzen von Marine und Küstenwache. Erst vor wenigen Tagen gab Luftwaffen-Chef David Allvin ohne Angabe von Gründen seinen vorzeitigen Rückzug bekannt.

Pentagon-Chef Hegseth hat erklärt, Trump habe das Recht, sich sein militärisches Führungspersonal auszusuchen. Die oppositionellen Demokraten warnen aber vor einer möglichen politischen Vereinnahmung der zu parteipolitischer Neutralität verpflichteten US-Streitkräfte.

(A.Stefanowych--DTZ)

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