Deutsche Tageszeitung - Selenskyj: Mindestens acht Tote bei russischem Angriff auf Kiew

Selenskyj: Mindestens acht Tote bei russischem Angriff auf Kiew


Selenskyj: Mindestens acht Tote bei russischem Angriff auf Kiew
Selenskyj: Mindestens acht Tote bei russischem Angriff auf Kiew / Foto: © AFP

Bei russischen Angriffen auf Kiew sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Nacht zum Donnerstag mindestens acht Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Selenskyj am Donnerstagmorgen in Onlinediensten mit. "Russland entscheidet sich für Raketen anstelle des Verhandlungstischs", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Der russische Staatschef Wladimir Putin habe kein Interesse an "echter Diplomatie", erklärte Selenskyj. Die Ukraine erwarte eine "Reaktion" anderer Staaten auf die nächtlichen Angriffe auf Kiew.

Selenskyj forderte insbesondere Moskaus Verbündeten China und das Russland freundlich gesinnte EU-Land Ungarn auf, klar Position zu beziehen.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte zuvor von einem "massiven" Angriff auf die Hauptstadt gesprochen, der in fünf Bezirken Schäden verursacht habe. Ein fünfstöckiges Gebäude im Bezirk Darnyzja sei eingestürzt, erklärte er. Unter den Todesopfern war nach Angaben der Militärverwaltung ein 14-jähriger Junge.

Den russischen Streitkräften war es in den vergangenen Monaten gelungen, weitere Gebiete in der Ukraine einzunehmen. Vorschläge für eine Waffenruhe hat Putin bislang stets ausgeschlagen. Selenskyj hatte am Mittwoch erklärt, Mitglieder seiner Regierung würden am Freitag zu weiteren Gesprächen mit der US-Regierung nach New York reisen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Trump droht Iran mit Zerstörung von Kraftwerken und Brücken - und hält Einigung weiter möglich

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der Zerstörung von Kraftwerken und Brücken gedroht - und sich zugleich zuversichtlich gezeigt, dass noch vor Ablaufen eines von ihm gestellten Ultimatums am Montag eine Einigung erreicht werden könnte. "Ich glaube, dass es für morgen gute Chancen gibt. Sie verhandeln gerade", sagte Trump am Sonntag dem Fernsehsender Fox News. "Wenn sie nicht schnell eine Einigung erzielen, werde ich alles in die Luft jagen und das Öl übernehmen."

Libanon: Mehrere Tote bei israelischen Angriffen in Beirut und Südlibanon

Bei einem erneuten israelischen Angriff im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens vier Menschen getötet und 39 weitere verletzt worden. Der Luftangriff habe das südliche Viertel Dschnah getroffen und sei nahe eines der größten öffentlichen Krankenhäuser des Landes eingeschlagen, meldete das Ministerium am Sonntag. Zuvor waren bei weiteren Angriffen auf ein Dorf im Südlibanon nach Angaben des Zivilschutzes bereits sieben Menschen getötet worden.

Dürr verzichtet auf erneute Kandidatur als FDP-Chef und unterstützt Kubicki

Der amtierende FDP-Chef Christian Dürr verzichtet auf seine geplante erneute Kandidatur für den Parteivorsitz beim Parteitag Ende Mai und unterstützt stattdessen Wolfgang Kubicki. "Herr Dürr wird nicht mehr kandidieren", bestätigte die Kommunikationsleiterin des Bundesvorsitzenden der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Der "Bild"-Zeitung sagte Dürr, er unterstütze den früheren Bundestagsvizepräsident und stellvertretenden FDP-Chef Kubicki. An dessen Kandidatur regt sich allerdings auch Kritik.

Trump: Aus dem Iran geretteter Kampfjet-Pilot ist "schwer verwundet"

Der in einer riskanten Militäraktion im Iran gerettete US-Kampfjet-Pilot ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump "schwer verwundet". Der Soldat sei "schwer verwundet und wirklich mutig", erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social, nachdem er ihn zuvor lediglich als "verletzt", aber "wohlauf" bezeichnet hatte. Zugleich drohte der US-Präsident dem Iran mit verstärkten Angriffen auf Kraftwerke und Brücken.

Textgröße ändern: